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01.10.2013

16:20 Uhr

Immobilien

CA Immo verkauft zwei Drittel an Frankfurter Büroturm

CA Immo aus Österreich verkauft weiter sein Tafelsilber. Erst Ende September wurde ein 800 Millionen Euro teures Portfolio verkauft. Nun ist ein Frankfurter Büroturm dran. Zwei Drittel der Anteile werden veräußert.

Der österreichische Konzern bleibt mit einem Drittel an dem 200 Meter hohen Turm am Rande des Frankfurter Messeviertels beteiligt. dpa

Der österreichische Konzern bleibt mit einem Drittel an dem 200 Meter hohen Turm am Rande des Frankfurter Messeviertels beteiligt.

Wien/FrankfurtIn einem der größten Immobiliendeals in Deutschland im laufenden Jahr verkauft die österreichische CA Immo den Frankfurter Büroturm „Tower 185“ an zwei Pensionsgesellschaften. Sie übernehmen zwei Drittel an dem Hochhaus für gut 330 Millionen Euro, wie eine CA-Immo-Sprecherin am Dienstag sagte. Käufer sind die Pensionsgesellschaft PPG und die Wirtschaftsprüfer-Vorsorgekasse WPV. PPG regelt Pensions- und sonstige Ansprüche für Beschäftigte der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers, die Hauptmieter des Gebäudes ist.

Der österreichische Konzern bleibt mit einem Drittel an dem 200 Meter hohen Turm am Rande des Frankfurter Messeviertels beteiligt. Finanziert wird die Übernahme von der bayerischen Pensionskasse BVK, die allen drei Eigentümern einen Kredit von insgesamt 300 Millionen Euro gewährt.

Mit Niedrigzinsen zum Eigenheim

Warum lohnt sich derzeit der Bau oder Kauf eines Hauses besonders?

Langfristige Baukredite mit festen Zinsen für zehn Jahre gibt es derzeit mit einer Verzinsung von deutlich unter zwei Prozent. Allerdings haben die Preise für Immobilien besonders in Großstädten in den vergangenen Jahren deutlich angezogen.

Sind Immobilien eine gute Geldanlage?

Immobilien gelten nicht als Renditeknüller. Allerdings sind sie gerade in Krisenzeiten Verbraucherexperten zufolge eine solide Geldanlage. Der Wert einer Immobilie ist vergleichsweise sicher - vorausgesetzt, Preis, Qualität und Lage stimmen. In jedem Fall sollte ein Immobilienkauf gut überlegt sein.

Wie finde ich den günstigsten Kredit?

Hier hilft nur ein Vergleich der verschiedenen Anbieter, wobei die Auswahl an Krediten laut Stiftung Warentest derzeit besonders groß ist. Bauherren und Käufer können dafür Vergleichsrechner im Internet nutzen. Auch Verbrauchermagazine und Zeitungen liefern häufig aktuelle Zinskonditionen. Die Hausbank kann ein wichtiger Ansprechpartner sein - ist jedoch nicht immer zwingend die erste Wahl. Ein Anbietervergleich kann teils mehrere zehntausend Euro sparen.

Wie funktioniert ein Baudarlehen?

Kredite für Häuser oder Wohnungen laufen meist über zehn, 20 oder 30 Jahre. Hierbei werden die Zinsen in aller Regel nur für einen begrenzten Zeitraum von mehreren Jahren festgelegt. Läuft diese sogenannte Zinsbindungsfrist ab, verhandeln Bank und Kunde die Verlängerung des Darlehens. Der Bauherr kann dann auch umschulden und zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Verbraucher sollten mehrere Monate vor Auslaufen der Frist neue Angebote einholen. Wegen der historisch niedrigen Zinsen gibt es derzeit auch besonders günstige Anschlusskredite.

Sind die Kreditraten immer festgeschrieben?

An sich werden feste monatliche Raten vereinbart. Baukredite geben oft aber auch das Recht auf Sondertilgung, das heißt die Rückzahlung von Geld zusätzlich zu den vereinbarten Raten. Auch kann ausgehandelt werden, dass der Bauherr die Raten anpassen kann, etwa wenn sich das Einkommen verändert.

Wie viel Geld muss ich selbst aufbringen?

Finanzexperten sehen ein Eigenkapital von 20 bis 30 Prozent des Immobilienpreises als eine solide Basis an. Für ihre angebotenen Top-Zinsen wollen die Banken häufig allerdings 40 Prozent Eigenkapital sehen. Teils sind Banken auch bereit, den vollen Kaufpreis zu finanzieren. Dafür verlangen sie aber oft happige Risikoaufschläge beim Zins.

Gibt es Geld vom Staat?

Bei der staatlichen Förderbank KfW gibt es Darlehen etwa für den Kauf selbstgenutzten Wohneigentums, energieeffizientes Bauen und Sanieren oder auch für altersgerechtes Wohnen. Daneben zahlt der Staat die Wohnungsbauprämie von 8,8 Prozent beim Bausparen. Auch gibt es in Form des sogenannten Wohn-Riesters staatliche Unterstützung für den Kauf selbstgenutzter Immobilien zur Altersvorsorge.

Was passiert, wenn ich arbeitslos oder arbeitsunfähig werde?

Risiken wie diese können mit Versicherungen ganz oder zumindest teilweise abgedeckt werden. So gibt es Versicherungen gegen Berufsunfähigkeit, Arbeitslosigkeit, Lebensversicherungen oder Restschuld-Versicherungen. Verbraucher sollten sich vor Abschluss einer Police und eines Baudarlehens gut über einen Versicherungsschutz beraten lassen. Die Stiftung Warentest rät zu Versicherungen für den Todesfall.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Pensionskassen an Bürohäusern in Großstädten beteiligen. Sie sind wegen der derzeit niedrigen Zinsen auf der Suche nach gut vermieteten Liegenschaften in erstklassigen Lagen und hoffen dort auf höhere Renditen als bei klassischen Anlageformen. Dabei gehen sie auch ungewöhnliche Wege und übernehmen wie die BVK Immobilienfinanzierungen. "Die Bayerische Versorgungskammer verfolgt damit konsequent den bereits beschrittenen Weg der weiteren Diversifikation des Portfolios um sichere und wertbeständige Assetklassen", sagte Vorstandsmitglied Andre Heimrich.

Verwaltet wird der Tower auch künftig von CA Immo. Das österreichische Unternehmen ist auf die Entwicklung von Bürogebäuden in Deutschland, Österreich und Zentral- und Osteuropa spezialisiert. Das Frankfurter Hochhaus war das größte Projekt in der Geschichte des Unternehmens und hatte zuletzt allein rund zehn Prozent des Gesamtportfolios ausgemacht. Um dieses Klumpenrisiko zu verringern, trennte sich CA Immo von der Mehrheit an dem Turm. Der Verkaufspreis habe leicht über dem Buchwert gelegen, sagte die Sprecherin.

Für die Österreicher ist es der zweite große Verkauf innerhalb weniger Wochen: Erst Ende September hatte CA Immo ein langfristig vom Land Hessen genutztes Immobilienportfolio für 800 Millionen Euro an Patrizia Immobilien verkauft.

Von

rtr

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