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26.01.2016

13:18 Uhr

Immobilien

Deutsche Wohnen kämpft gegen Übernahme

Die Nummer zwei am Deutschen Immobilienmarkt wehr sich gegen die feindliche Übernahme durch Vonovia. Der Marktführer hat gestern die Frist seine Angebots an die Deutsche Wohnen-Aktionäre verlängert.

Mit etwa 150.000 Wohneinheiten ist die Deutsche Wohnen das zweitgrößte Immobilienunternehmen in Deutschland. dpa

Wohnhaus in Frankfurt am Main

Mit etwa 150.000 Wohneinheiten ist die Deutsche Wohnen das zweitgrößte Immobilienunternehmen in Deutschland.

Berlin/BochumDer Immobilienkonzern Deutsche Wohnen lehnt das Übernahmeangebot des Konkurrenten Vonovia auch nach einer Fristverlängerung um 14 Tage strikt ab. Das Angebot sei und bleibe wertzerstörend für die Aktionäre, erklärte die Deutsche Wohnen am Dienstag. Die Fristverlängerung verbunden mit einer Senkung der Annahmeschwelle zeige nur die Schwäche des Vonovia-Angebots.

Vonovia hatte die Annahmefrist für die Deutsche-Wohnen-Aktionäre am Montagabend um zwei Wochen bis zum 9. Februar 2016 verlängert. Ursprünglich sollte die Frist an diesem Dienstag um Mitternacht auslaufen. Die Annahmequote lag zuletzt deutlich unter dem Zielwert. Nach einem Wasserstand waren am Dienstag laut Deutsche Wohnen nur knapp 22,5 Prozent der Aktien Vonovia zuzurechnen.

Notwendig für den Vollzug der Übernahme sei weiter eine Mehrheit von mindestens 50 Prozent plus eine Aktie, hieß es bei Vonovia. Nur mit einer Mehrheit könne das volle Synergiepotenzial realisiert werden. Ursprünglich hatte die Schwelle laut Deutsche Wohnen bei rund 57 Prozent gelegen.

Größte börsennotierte Wohnungsvermieter in Deutschland

Vonovia (ehemals Deutsche Annington)

360.000 vermietete Wohnungen (inkl. Gagfah)

Stand: Anfang September 2016

Deutsche Wohnen

158.000 Wohnungen

Stand: Anfang September 2016

LEG Immobilien

130.000 Wohnungen

Stand: Anfang September 2016

TAG Immobilien

76.000 Wohnungen

Stand: Anfang September 2016

Grand City Properties

82.000 Wohnungen

Stand: Anfang September 2016

Branchenprimus Vonovia verweist auf mögliche Einsparungen in Millionenhöhe durch den Zusammenschluss. Der Deutsche Mieterbund lehnt das milliardenschwere Angebot an die Aktionäre dagegen ebenso ab wie der Übernahmekandidat selbst. Während Mieterbund-Sprecherin Silke Gottschalk Einsparungen zulasten der Mieter fürchtet, warnt Deutsche-Wohnen-Chef Michael Zahn vor finanziellen Nachteilen und erhöhten Risiken.

Von

dpa

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