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28.06.2015

10:17 Uhr

Immobilien

Diese Banken bieten die beste Beratung

VonAndreas Toller

Den niedrigsten Hypothekenzins finden Hauskäufer im Internet. Weit wichtiger ist eine individuelle Baufinanzierungsberatung für eine passende Finanzierungslösung. Unser Vergleich zeigt, wo Berater ihren Job gut machen.

Bei einer so weitreichenden und langfristigen Entscheidung wie einer Baufinanzierung kommt es vor allem auf die Beratung an. dpa

Qualitätstest Bauspar-Beratung

Bei einer so weitreichenden und langfristigen Entscheidung wie einer Baufinanzierung kommt es vor allem auf die Beratung an.

DüsseldorfImmer mehr Bankgeschäfte werden online abgeschlossen. Commerzbank-Chef Martin Blessing sagt seiner Branche deshalb ein massives Filialsterben voraus. „Im Moment haben wir über alle Bankengruppen hinweg - also Privatbanken, Volksbanken und Sparkassen - noch rund 35.000 Filialen in Deutschland. Davon wird in den nächsten zehn Jahren nach meiner Überzeugung bis zu einem Drittel schließen“, sagte Blessing der „Rheinischen Post“.

Dass Kunden künftig gar keinen Bankberater mehr zu Gesicht bekommen, hält der Spitzenbanker für unwahrscheinlich. „Auch wenn es weniger Filialen geben wird, bedeutet diese Entwicklung nicht, dass das Filialmodell in Deutschland stirbt“, sagte Blessing. Gerade bei persönlicher Beratung zu Geldanlage, Altersvorsorge oder Immobilienfinanzierung bleibe die Geschäftsstelle ein wichtiger Anlaufpunkt.

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Wenn der Traum von den eigenen vier Wänden zum Alptraum wird: Bauherren sollten sich die niedrigen Zinsen langfristig sichern und Schulden schnell tilgen. Sonst riskieren sie, ihr Heim schnell wieder zu verlieren.

Dass Blessing dies nicht nur so dahingesagt hat, bestätigt eine Vergleichsstudie zur Qualität von Baufinanzierungsberatungen in bundesweit tätigen Banken sowie bei den größten genossenschaftlichen Geldinstituten. Soviel vorab: Die Commerzbank bot insgesamt die beste Beratung zur Baufinanzierung. Geduldig, kompetent und individuell führten die Commerzbank-Berater die verschiedenen Testkunden zum passenden Angebot. Blessing weiß also um den Wert einer guten Bankberatung.

Besonders bei der Baufinanzierung – einer sehr langfristigen und kostspieligen, aber auch komplexen Entscheidung – kommt es für den angehenden Immobilienbesitzer auf die Beratungsqualität an. Zwar macht ein um einen Zehntel Prozentpunkt günstigerer Zins über die Laufzeit eines Baudarlehens schnell ein paar tausend Euro Unterschied bei den Kreditkosten. Aber mindestens ebenso wichtig wie günstige Konditionen sind maßgeschneiderte Finanzierungsangebote. Sie müssen sowohl die finanzielle wie auch familiäre Situation, die persönliche Lebensplanung, das notwendige Maß an Flexibilität, sowie die Perspektiven einer späteren Anschlussfinanzierung berücksichtigen. Vor allem vor dem Hintergrund einer meist hohen Restschuld am Ende der Kreditlaufzeit und sich verändernder Immobilienpreise und womöglich wieder steigender Bauzinsen. Eine qualitativ gute Baufinanzierungsberatung lässt keinen relevanten Aspekt aus und findet so eine individuelle, dauerhaft tragfähige Finanzierungslösung.

Welche Nebenkosten den Immobilienkauf verteuern

Grunderwerbssteuer

Die Grunderwerbsteuer ist ein bedeutender Teil der Nebenkosten, die bei einem Immobilienkauf anfallen können. Je nach Bundesland beträgt sie zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises. Erst nach Begleichung der Steuerschuld kann der Käufer die Immobilie ins Grundbuch eintragen. Dazu erhält er eine Unbedenklichkeitsbescheinigung, die er bei der Eintragung vorlegen muss.

Notargebühren

Auf einen Notar kann der Käufer einer Immobilie nicht verzichten. Dieser besorgt die für den Kaufvollzug erforderlichen Unterlagen und überwacht die Eigentumsschreibung im Grundbuch auf den Käufer. Die Kosten für den Notar sind gesetzlich geregelt. Sie hängen im Wesentlichen vom Kaufpreis der Immobilie ab und sind auf der Webseite der Bundesnotarkammer zu finden.

Kosten für die Grundbucheintragung

Erst wenn der Kauf einer Immobilie im Grundbuch eingetragen ist, gelten Käufer als rechtmäßiger Besitzer. Das Grundbuchamt ist für diesen formalen Akt zuständig. Dafür verlangt es Gebühren. Zusätzlich können noch Schreib- und Vormerkkosten anfallen. Die Unterlagen, die für die Grundbucheintragung nötig sind, können online übermittelt und in einer elektronischen Akte abgelegt werden.

Umzugskosten

Umziehen ist nicht nur umständlich, sondern eventuell auch teuer. Wer sich beim Umzug nicht auf die Hilfe von Freunden und Verwandten verlassen kann, kann ein Umzugsunternehmen beauftragen. Die Preise ändern sich von Firma zu Firma stark, dehalb lohnt sich der Vergleich.

Maklercourtage

Ein Makler hilft bei der Suche nach einer passenden Immobilie. Für seine Leistungen verlangt er bei einem erfolgreichen Geschäftsabschluss bis zu sieben Prozent des Kaufpreises als Provision.

Finanzierungskosten

Zu den Finanzierungskosten gehören alle Kosten, die für die Kreditbeschaffung bei einem Immobilienkauf anfallen, zum Beispiel Zinsen oder auch Provisionen für eine Kreditvermittlung. Je nach dem, ob die Immobilie vom Käufer selbst genutzt oder vermietet werden soll, werden diese Kosten steuerlich unterschiedlich behandelt. So können die Finanzierungskosten für Mietshaus in der Steuererklärung als Betriebsausgaben beziehungsweise Werbungskosten geltend gemacht werden.

Modernisierungs- und Renovierungskosten

Auch die Kosten für Arbeiten am Haus sollten Immobilienkäufer bedenken. Die können gering sein, wenn beispielsweise nur die Küche ausgetauscht werden muss. Sollten aber Rohre und Leitungen defekt sein, können diese Kosten schnell ansteigen. Teuer kann es auch werden, wenn die Immobilie denkmalgeschützt ist.

Wie gut aber ist die Beratung der Banken beim Thema Baufinanzierung wirklich? Im Auftrag der WirtschaftsWoche hat das Sozialwissenschaftliches Institut Schad (S.W.I. Finance) – ein unabhängiges Hamburger Beratungs- und Analysehaus – die Beratungsqualität der größten deutschen Banken getestet. Dazu hat das Institut sechs bundesweit tätigen Filialbanken auf den Zahn gefühlt: Commerzbank, Deutsche Bank, HypoVereinsbank, Postbank, Santander Bank und Targobank. Als größtes genossenschaftliches Institut wurde die Berliner Volksbank und als größte Sparkasse die Hamburger Sparkasse untersucht.

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