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10.12.2015

16:45 Uhr

Immobilien – DIW-Experte im Interview

„Es gibt Anzeichen für eine Spekulationsblase“

VonReiner Reichel

Konstantin Kholodilin, Immobilienexperte des deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, ist besorgt über den Preisboom auf dem deutschen Wohnungsmarkt. Im Interview sagt der Ökonom, wie man gegensteuern sollte.

„Wir werden in Deutschland im nächsten Jahr mehr als 400.000 neue Wohnungen brauchen“, schätzt Experte Kholodilin. dapd

Baukräne in Berlin

„Wir werden in Deutschland im nächsten Jahr mehr als 400.000 neue Wohnungen brauchen“, schätzt Experte Kholodilin.

Herr Kholodilin, Häuser und Wohnungen verteuern sich weiter. Wo steigen die Preise besonders stark?
In der Vergangenheit stiegen die Preise vor allem in den sieben Metropolen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart und dort vor allem für Neubauten. Die machen allerdings nur 0,5 bis 0,6 Prozent des Wohnungsbestands aus. Inzwischen erfasst der Preisauftrieb auch Großstädte in der zweiten und dritten Reihe. Besonders stark ist er in Kommunen mit geringer Eigentumsquote wie etwa Freiburg spürbar.   

Stehen wir also vor einer Spekulationsblase?
Eine flächendeckende Spekulationsblase ist nicht zu befürchten. Sorge bereitet uns allerdings das sprunghaft gestiegene Kreditvolumen. Sollte diese Entwicklung anhalten, wäre dies ein Indiz für eine gesamtwirtschaftlich problematische Entwicklung auf dem Immobilienmarkt. Noch beschränkt sich die Blasengefahr für Neubauwohnungen auf 28 Städte, für Bestandswohnungen auf neun.

Der promovierte Volkswirt beobachtet für das DIW die deutschen Immobilienmärkte.

Konstantin Kholodilin

Der promovierte Volkswirt beobachtet für das DIW die deutschen Immobilienmärkte.

Es fällt auf, dass nach ihren Berechnungen von den Metropolen besonders Hamburg und Köln betroffen sind.
Nach unserer Definition besteht die Gefahr einer Blase, wenn die Mieten mit den explosionsartig hochschnellenden Preisen nicht Schritt halten. Dies trifft auf die anderen fünf Großstädte mit internationaler Bedeutung nicht zu, weil die Mieten sich im Einklang mit den Preisen bewegen. Aber auch bei Städten mit nationaler Bedeutung gibt es Anzeichen für eine Blase: in Dortmund, Hannover, Karlsruhe und Nürnberg. In der Gruppe der Städte mit großer regionaler Bedeutung sind typischerweise Universitätsstädte wie Freiburg, Gießen, Regensburg und Tübingen betroffen.

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Bald gelten in 250 Städten für Mieterhöhungen Grenzen. Neue Kandidaten: Dresden, Leipzig und Rostock. Die Bilanz der Mietpreisbremse fällt allerdings mau aus: Die Mieten gaben bisher nur kurzfristig nach.

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Wenn der Mietpreisanstieg verlangsamt wird und die Differenzen zwischen Mietpreis- und Kaufpreisentwicklung noch größer wird, erhöht dies die Blasengefahr.

Kommentare (4)

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Herr Caro Schmidt

10.12.2015, 16:53 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Tom Schmidt

10.12.2015, 17:22 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Grutte Pier

10.12.2015, 17:50 Uhr

eine sehr "ausagekräftige" Seite - es führt vor Augen wer kommt (hauptsächlich Männer + nachträglich "Familiennachzug") und was der Spaß kostet (628,40€/Monat (kalt) für 5 Personen / 95m2).
Obendrauf zum Start 5000€ "Handgeld" für den Vermieter.....

Für die vorgegebene Vermietungsdauer (5 Personen) von 5 Jahren: 42.704,00€ (kalt) zzgl. nachträgliche "Renovierungskosten".

Hochgerechnet auf 1 Mio "Schutzsuchende" 8.540.800.000€ ( 5 Jahre) oder 1.708.160.000 per Jahr "reine Wohnkosten" (kalt)
Dazu kommen Verpflegung, Krankenkosten, Sozialarbeiter, sonstige "Verwaltung", Rechtsanwalthonorar zur Durchsetzung der "Ansprüche" usw. usw. usw. ........
Zu Zahlen vom: deutschen Steuerzahler - die schaffen das.....

!!!! MERKEL MUSS WEG !!!!

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