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29.01.2010

16:32 Uhr

Immobilien

Donald Trump will Stadtviertel in New York kaufen

Der legendäre US-Immobilieninvestor Donald Trump plant einen neuen Coup. Der Milliardär könnte ein ganzes Stadtviertel in New York kaufen. 25 000 Einwohner wären betroffen.

Milliardär Donald Trump plant einen neuen Coup. ap

Milliardär Donald Trump plant einen neuen Coup.

HB NEW YORK. Investieren in der Krise: Der schillernde US-Milliardär Donald Trump könnte schon bald die Kontrolle über ein ganzes New Yorker Stadtviertel erlangen. "Leute haben uns gefragt, ob wir uns am Kauf oder dem Betrieb beteiligen wollen", sagte der mit Immobilien reich gewordene Trump der "New York Post". "Wir schauen uns das Ganze nun sehr ernsthaft an."

Das Stadtviertel mit seinen 25 000 Bewohnern ist die sogenannte Stuyvesant Town samt ihrer kleineren Schwestersiedlung Peter Cooper Village. Die bisherigen Besitzer, eine Gruppe um die Immobilienfirma Tishman Speyer und den Vermögensverwalter Blackrock, hatten den 56 Gebäude umfassenden Komplex mitten in Manhattan aufgeben müssen, weil ihnen das Geld ausgegangen war. Nun suchen die Kreditgeber, die das Areal übernommen haben, nach einer Lösung.

Trump hat sich schon an einer ganzen Reihe von markanten Punkten in New York verewigt, unter anderem mit den Hochhäusern "Trump Tower" und "Trump World Tower" sowie dem gigantischen Appartement-Komplex "Trump Place". Mit der Stuyvesant Town würde der Milliardär aber neue Maßstäbe setzen. Die Zeitung ulkte schon, nach erfolgter Übernahme würde der durch seine eigene Fernsehserie bekannte Geschäftsmann das Viertel in "Trump Town" umbenennen.

Die bisherigen Besitzer hatten das am East River gelegene Stadtviertel 2006 per Kredit für die Rekordsumme von 5,4 Mrd. Dollar (3,8 Mrd Euro) gekauft. Sie wollten Nobelappartements aus den preisgebundenen Wohnungen für den Normalverdiener machen. Eine Klagewelle war die Folge. Als dann in der Wirtschaftskrise die Häuserpreise und Mieten deutlich fielen und parallel die Zinsen für Kredite stiegen, ging den Investoren die Puste aus. Aktuell wird das Viertel auf einen Wert von knapp zwei Mrd. Dollar geschätzt.

Kommentare (2)

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Jonas

29.01.2010, 18:51 Uhr

Trump hat doch selbst kein Geld, dem seine Trump-Towers sind dich auch auf Kredit gebaut.

Was auch immer das dem Viertel wird, hoffentlich ein Platz in dem Menschen gut leben können.

Der ursprüngliche besitzer, der seine Hütten zum 3-fachen des Werts verkauft hat, dem ist nichts vorzuwerfen, für das Geld hätte ich auch verkauft, ich hoffe er macht mit dem Geld was sinnvolles.

Die gierigen Käufer, die so dumm waren kreditfinanziert das 3-fache auszugeben, sind idioten denen ein Scheitern des Projekts gerecht ist, hoffentlich haben sie all ihr Geld verloren damit es wenigstens einen Lerneffekt gibt, aber zu befürchten ist, daß sie gar keins hatten.

Noch schlimmer sind aber wohl die, die den Kredit gewährt hatten. Gut, man hätte bei einem Wert von 2 Mrd vielleicht 60% beleihen können, also 1.2 Mrd, aber wenn die mehr finanziert haben, haben sie das Geld der bank (oder der Fondsinhaber) definitiv veruntreut und gehören damit ins Gefängnis. Denn so dumm kann man nicht sein. Oder doch, leider müssen wir in diesen Tagen feststellen, daß es auf der Welt von dummen Menschen nur so wimmelt.

SPERRT SiE ENDLiCH EiN!

k.-h.

29.01.2010, 19:33 Uhr

@Jonas: Geld benötigt man kaum, sondern allein Kredit (und bonität) in ausreichendem Maße, wenn man im property-development etwas anfassen möchte. Nachdem Tishman mitsamt Kreditgeber blackrock abgesprungen sind, ließe sich in dieser hervorragenden Lage direkt am East River um ein bis zwei Mrd.US$ billiger einsteigen. Das sollte billig genug sein. Da das Geschäft bis zu einem leicht errechenbaren Kreditbetrag sich im "eigenen Saft dreht", d.h. die Mieten - selbst die billigen, gerade bei den sehr günstigen Zinsbedingungen - den Liquiditätsfluß sicherstellen, wäre jeder gern dabei. Ein zeitlich weitgehend unabhängiges und daher hervorragendes Projekt.

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