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26.03.2017

11:32 Uhr

Immobilien

Fertighausbranche profitiert vom Bauboom

Mehr als jeder sechste Neubau eines Ein- oder Zweifamilienhauses wurde 2016 als Fertigbau beantragt. Traditionell besonders gefragt sind Fertighäuser vor allem im Süden und Südwesten Deutschlands .

Die Zahl der Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser in Fertigbauweise ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. dpa

Fertig wird das Haus

Die Zahl der Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser in Fertigbauweise ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen.

Bad HonnefDie Zahl der Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser in Fertigbauweise ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Mit einem Plus um 6,4 Prozent auf 19.051 Häuser habe die Branche ihren Marktanteil weiter erhöhen können, berichtete der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) in Bad Honnef. Insgesamt seien die Baugenehmigungen in diesem Bereich im vergangenen Jahr lediglich um 1,5 Prozent auf 106.979 Häuser angestiegen.

Damit sei mehr als jedes sechste (17,8 Prozent) neu genehmigte Ein- oder Zweifamilienhaus in Deutschland ein Fertigbau gewesen. Traditionell besonders gefragt seien Fertighäuser im Süden und Südwesten Deutschlands. So habe die Fertighausquote in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr bei 30,6 Prozent gelegen, gefolgt von Hessen (28,4 Prozent), Rheinland-Pfalz (21,9 Prozent) und Bayern (20,4 Prozent).

Beim Branchenumsatz konnten die Hersteller um 16 Prozent auf 2,25 Milliarden Euro zulegen. Die Beschäftigtenzahl stieg um acht Prozent auf rund 10.600 Mitarbeiter. Wichtigste Zielgruppe sind nach Angaben des Verbands junge Familien, die fast 60 Prozent der Bauherren stellen.

Immobilien in Deutschland – Tops und Flops

Geteilter Markt

In Ballungsgebieten und attraktiven Universitätsstädten steigen die Preise rasant. Strukturschwache Regionen erleben Bevölkerungs- und Wertverluste.

Freiburg: +8%

Hohe Lebensqualität, die Universität und attraktive Technologie- und Dienstleistungs-Arbeitsplätze ziehen Menschen an. Wohnungen sind knapp und teuer.

Erlangen: +8%

+7,7 Prozent. An diesem wichtigen Medizintechnikstandort treiben hochqualifizierte Arbeitnehmer mit hohen Einkommen Wohnungsnachfrage und -preise.

Hier finden Sie die Trendviertel von Erlangen, Nürnberg und Fürth.

Darmstadt: +7%

Die angesehene technische Universität und die Chemie- und Pharmabranche sowie die Nähe zur Metropole Frankfurt machen die Stadt attraktiv.

Eisenach: -2%

Die Wartburg, Wahrzeichen der Stadt, und die hübsch restaurierte Altstadt ziehen Touristen an, aber keine Menschen, die dort dauerhaft leben möchten.

Salzgitter: -0,4%

Die erst 1942 gegründete Stadt hing lange Zeit am Stahl. Seit die Zahl der Beschäftigten sinkt verliert sie Einwohner. Wo Nachfrage fehlt, fallen die Preise.


Von

dpa

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