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27.05.2014

15:43 Uhr

Immobilien im Blick

Weltgrößter Staatsfonds geht auf Einkaufstour

Mit 33 Milliarden Dollar in der Hand, nimmt der weltgrößte Staatsfonds aus Norwegen Immobilien ins Visier. Der Fonds hat vor allem Interesse an europäischen Großstädten. Berlin und München stehen auch auf der Liste.

Mehrere Häuserfassaden in München. Norwegens Staatsfonds möchte verstärkt Immobilien unter anderem in Deutschland kaufen. dpa

Mehrere Häuserfassaden in München. Norwegens Staatsfonds möchte verstärkt Immobilien unter anderem in Deutschland kaufen.

BerlinKarsten Kallevig, der bei dem weltgrößten Staatsfonds für Immobilien-Investments zuständig ist, stehen mindestens 33 Milliarden Dollar zur Verfügung.

In Europa ist das Interesse des norwegischen Fonds auf Städte wie London, Paris, München und Berlin fokussiert, in den USA auf Washington, San Francisco, New York und Boston. Dadurch solle „die Wahrscheinlichkeit richtig großer Fehler reduziert“ werden, sagt Kallevig.

Nachdem der 860 Milliarden Dollar schwere Fonds von der Regierung 2010 grünes Licht für Investments in den Immobiliensektor erhielt, wurden Objekte on Orten wie dem Times Square in New York und dem Champs Elysees in Paris erstanden. Nun soll der Fokus auf 10 bis 15 Städte weltweit gelegt werden, erstmals soll auch Asien dabei sein.

Die attraktivsten Immobilienmärkte Europas

Die Umfrage

Wie attraktiv sind die Immobilienmärkte Europas - das hat die Unternehmensberatung Ernst & Young 500 Investoren gefragt, die in den vergangenen Jahren auf ihrem nationalen Markt aktiv waren. Dabei sind folgende Ergebnisse herausgekommen:

Platz 1

Polen

Deutschlands östlicher Nachbar bietet der Umfrage zufolge den attraktivsten Standort für Immobilieninvestments. 67 Prozent der Befragten hielten Polens Immobilienmarkt für attraktiv, 33 Prozent gar für sehr attraktiv. Im Europäischen Vergleich sieht die Situation ähnlich aus: 85 Prozent der Befragten fanden beurteilten den Standort als gut oder sehr gut.

Platz 2

Deutschland

Auch Deutschland scheint Immobilienanlegern ein guter Standort zu sein. 67 Prozent der Befragten hielten den Immobilienmarkt hierzulande für attraktiv, nur ein Prozent gab sich skeptisch. Im Europäischen Vergleich hielten 59 Prozent der Befragten Deutschland für besonders attraktiv für Immobilienanlage.

Platz 3

Großbritannien

96 Prozent der Anleger beurteilten Immobilieninvestments auf der britischen Insel als attraktiv oder als sehr attraktiv. Auch im europäischen Vergleich war die Mehrheit dieser Meinung - lediglich zwei Prozent hielten den Markt für weniger lukrativ.

Platz 4

Schweden

30 Prozent der Befragten hielten Immobilieninvestments in Schweden für sehr attraktiv, weitere 65 Prozent zumindest für lohnend. Im Europäischen Vergleich schneidet das skandinavische Land weniger gut ab: Dort halten immerhin zehn Prozent der Befragten es für einen unattraktiven Standort.

Platz 5

Österreich

94 Prozent der Anleger hielten Investments auf dem österreichischen Immobilienmarkt für attraktiv oder sehr attraktiv, so die EY-Umfrage. Im europäischen Vergleich waren es 97 Prozent.

Platz 6

Russland

Rund ein Drittel der Befragten fand, dass sich das Investieren in den russischen Immobilienmarkt lohne. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern scheint das Land jedoch weniger attraktiv zu sein, lediglich 16 Prozent der Befragten fanden, dass sich auch im Europa-Vergleich Russland-Investments besonders lohnen.

Platz 7

Spanien

Für kein anderes Land in der Umfrage sind so viele Investoren der Meinung, dass sich Immobilienkauf lohne, wie für Spanien. 49 Prozent beurteilen den Standort als sehr attraktiv, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern sind 47 Prozent der Befragten dieser Meinung.

Platz 8

Luxemburg

Luxemburg beurteilen 35 Prozent der Befragten als besonders attraktiv, weitere 47 Prozent als attraktiv. Im Europavergleich sehen die Zahlen ähnlich aus: 92 Prozent finden den Standort sehr gut oder gut.

Platz 9

Türkei

Gerade im europäischen Vergleich schneidet die Türkei bei Immobilieninvestoren gut ab. 55 Prozent beurteilen den Markt als besonders attraktiv. Für sich genommen, beurteilen 45 Prozent den Markt als besonders gut. Rund ein Fünftel findet allerdings, dass sich das Investieren in die Türkei weniger lohnt.

Platz 10

Schweiz

Deutlich skeptischer blicken Investoren auf den Schweizer Markt. 20 Prozent halten ihn für sich genommen für wenig attraktiv, im Vergleich zu anderen EU-Staaten gar 30 Prozent. Zugleich sind 35 Prozent der Befragten der Meinung, dass sich Investments in die Schweiz lohnen.

Platz 11

Belgien

Über die Hälfte (54 Prozent) der befragten Investoren findet den belgischen Immobilienmarkt attraktiv, im Europavergleich 58 Prozent. Für besonders attraktiv halten den Markt ein Viertel der Befragten (Europavergleich: 21 Prozent).

Platz 12

Niederlande

Für nicht besonders attraktiv halten 33 Prozent der Befragten den niederländischen Immobilienmarkt - sowohl für sich genommen, als auch im Europavergleich. Immerhin: Über die Hälfte sind der Meinung, dass sich das Anlegen in dortige Häuser und Wohnungen lohne.

Platz 13

Ukraine

Wenn es um den Vergleich zu anderen Ländern Europas geht, ist die Ukraine für die Befragten das schlechteste Land. 44 Prozent halten es für weniger attraktiv. Für sich genommen steht die Ukraine aber gar nicht so schlecht da: Immerhin sind 57 Prozent der Immobilieninvestoren der Meinung, Anlegen würde sich in diesem Land lohnen.

Platz 14

Italien

61 Prozent der Befragten halten den italienischen Immobilienmarkt für attraktiv oder se, 39 Prozent sind der gegenteiligen Meinung. Im Europavergleich steht Italien weniger schlecht da: Dort finden 27 Prozent der Investoren, dass sich der Markt besonders lohne.

Platz 15

Frankreich

Das Schlusslicht im EY-Rating ist Frankreich. 40 Prozent der Investoren halten den Markt für sich genommen für unattraktiv. Im Europavergleich sinkt diese Zahl allerdings auf 18 Prozent.

„Schon allein deswegen sollte sich das Tempo deutlich erhöhen“, sagt Kallevig mit Blick auf die neue Strategie im Interview mit Bloomberg News. Zuvor war der Fondsmanager bei Grove International Partners tätig und davor unter anderem bei Goldman Sachs Group und Soros Real Estate Partners.

Eine der größten Herausforderungen sieht der 39-Jährige darin, mit dem rapiden Wachstum des Fonds Schritt zu halten. Das ihm vorgegebene Ziel besteht darin, die Immobilien-Investments auf einen Anteil von 5 Prozent am Fonds auszubauen. Derzeit sind 10 Milliarden Dollar in diesem Bereich investiert. Sollte das Ziel erfüllt werden, würde das Volumen bis 2020 auf mehr als 61 Milliarden Dollar anschwellen.

Einmalige Deals sind bei dem Fonds auch möglich, betont Kallevig und verweist auf den Kauf des Zürcher Büros der Credit Suisse im Jahr 2012 für eine Milliarde Dollar und den Kauf eines Einkaufszentrums im englischen Sheffield.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

27.05.2014, 15:50 Uhr

Falls Interesse an nem Joint-Venture bestehen sollte,
ich hätte auch noch nen paar Immobilien-Projekte rum um den
Globus die demnächst umgesetzt werden sollen.

Mit guten Renditen selbstverständlich.

Dazu zählen Büros,Lagerhallen,Paketzentren,Datacenter
sowie auch grössere Wasserkraftwerke.

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