Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.06.2014

10:51 Uhr

Immobilien in China

Der Boom ist vorbei

Der Immobilienboom der vergangenen Jahre hat in China ein vorläufiges Ende erreicht: Erstmals seit zwei Jahren sinken die Preise für Immobilien im „Reich der Mitte“. Es besteht die Gefahr eines ökonomischen Abschwungs.

Die chinesisch Immobilienbranche birgt enorme Risiken für Investoren. Zahlreiche Immobilienentwickler gingen Bankrott. dpa

Die chinesisch Immobilienbranche birgt enorme Risiken für Investoren. Zahlreiche Immobilienentwickler gingen Bankrott.

PekingDie Hinweise für eine Abkühlung am chinesischen Immobilienmarkt häufen sich. Die Preise für Wohneigentum fielen im Mai zum ersten Mal seit zwei Jahren. Sie gaben um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat nach, teilte das Statistikamt am Mittwoch in Peking mit. Grund dafür seien viele unverkaufte Wohnungen und Preisnachlässe durch Projektentwickler, sagte Liu Jianwei von der Statistikbehörde. Kaufinteressenten hielten sich zudem wegen der ungewissen Marktentwicklung derzeit zurück.

Die Gefahr eines anhaltenden und schärferen Abschwungs am Wohnungsmarkt ist jetzt das größte Risiko, das der chinesischen Wirtschaft 2014 und 2014 droht“, sagte UBS-Ökonom Wang Tao. Der Immobiliensektor trägt mit etwa 15 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei und beeinflusst 40 andere Branchen direkt.

Refinanzierungsbedarf der größten Staaten der Welt 2014

USA

Fällige Bonds: 3,1 Billionen Dollar

Schatzanweisungen: 218 Milliarden Dollar

Japan

Fällige Bonds: 2,4 Billionen Dollar

Schatzanweisungen: 87 Milliarden Dollar

Italien

Fällige Bonds: 468 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 79 Milliarden Dollar

Frankreich

Fällige Bonds: 410 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 61 Milliarden Dollar

Deutschland

Fällige Bonds: 268 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 39 Milliarden Dollar

Kanada

Fällige Bonds: 248 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 13 Milliarden Dollar

Großbritannien

Fällige Bonds: 181 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 75 Milliarden Dollar

China

Fällige Bonds: 143 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 58 Milliarden Dollar

Brasilien

Fällige Bonds: 121 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 24 Milliarden Dollar

Indien

Fällige Bonds: 85 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 47 Milliarden Dollar

Russland

Fällige Bonds: 10 Milliarden Dollar

Schatzanweisungen: 11 Milliarden Dollar

Die Preise für neue Wohnungen gaben in 35 der 70 untersuchten Städte nach, darunter auch in den Metropolen Shanghai und Shenzen. Im April war das nur in acht Städten der Fall gewesen. Im Schnitt lagen die Preise aber noch um 5,6 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Der Immobilienverband rechnet nicht mit einem Einbruch. "Die Nachfrage bleibt robust, denn die meisten Chinesen sehen den Häuserkauf als eine der besten Investitionen an", sagte der stellvertretende Generalsekretär He Qi.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×