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21.01.2010

08:54 Uhr

Immobilien

Logistiksegment erholt sich zuerst

VonReiner Reichel

Experten sehen eine Erholung des deutschen Immobilienmarktes. Demnach kommt das Vermietgeschäft für Industriegebäude zuerst aus der Krise. Neue Strategien von Discountern und Drogerien führen auch zu einer Stabilisierung bei Einzelhandelsobjekten.

Innenstadt statt Randlage - die neuen Strategien von Discountern und Drogerien, hier eine Rossmann-Filiale in Frankfurt am Main, haben Auswirkungen auf den Markt für Einzelhandelsobjekte. ap

Innenstadt statt Randlage - die neuen Strategien von Discountern und Drogerien, hier eine Rossmann-Filiale in Frankfurt am Main, haben Auswirkungen auf den Markt für Einzelhandelsobjekte.

FRANKFURT. Der Markt für Logistik-Immobilien kommt nach Expertenmeinung zuerst aus der Krise. "Industriegebäude reagieren am schnellsten auf Veränderungen", sagt Ursula-Beat Neißer, Chefanalystin der DTZ-Gruppe in Deutschland. "Dieses Segment war auch das erste, das unter der Rezession litt", ergänzt Timo Tschammler, Deutschland-Chef von DTZ.

Lager- und Produktionshallen sind allerdings das kleinste der drei großen Segmente Büro, Einzelhandel und Logistik - sowohl auf dem Investment- wie auch auf dem Vermietungsmarkt.

Am zweitschnellsten werde das Vermietgeschäft mit Einzelhandelsobjekten reagieren, sagt DTZ-Analystin Neißer. Eine Annahme, der Lutz Arnold von der IREBS Immobilienakademie in Regensburg widerspricht: "Der Konsumrückgang wirkt hemmend auf den Vermietungsmarkt." Volkswirte erwarten 2010 wegen der steigenden Arbeitslosigkeit rückläufige Einzelhandelsumsätze.

Diesem Negativtrend stehen aus Sicht von Neißer Strategien von Discountern und Drogerien entgegen, aus Rand- und Nebenlagen in die Innenstädte zu wechseln. Marc Alfken, Leiter Einzelhandelsvermietung Deutschland bei Jones Lang LaSalle, bestätigt: "Einige neue Markteintritte haben das Geschäft in den 1a-Lagen stabilisiert."

Für den Bürovermietungsmarkt, der erfahrungsgemäß als letzter auf Konjunkturveränderungen reagiert, erwarten Analysten bis ins kommende Jahr hinein steigende Leerstände und wachsende Mieten. Die Nachfrage nach Lager- und Produktionshallen wird in diesem Jahr von der je nach Schätzung um 1,5 bis zwei Prozent wachsenden Wirtschaft profitieren. Neu abgeschlossene Mietverträge im Jahr 2009 deuten bereits auf eine Trendwende hin. Nach Zahlen von Jones Lang Lasalle sanken die Neuvermietungen von 2007 auf 2008 um zehn Prozent auf drei Millionen Quadratmeter. In den ersten neun Monaten 2009 betrugen sie 2,2 Millionen Quadratmeter, was auf eine Vermietungsleistung in Höhe des Jahres 2008 hindeutet.

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