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23.12.2014

09:54 Uhr

Immobilien London

Preise kühlen weiter ab

Von wegen Immobilienblase. In London fallen langsam die Preise, allerdings ist die Abkültung künstlich. Schuld sind die Finanzaufsicht und die Zentralbank. Allerdings hält sich der Rückgang in Grenzen.

Bank of England: Das Eingreifen der Zentralbank in den Immobilienmarkt sorgt in London für fallende Preise dpa

Bank of England: Das Eingreifen der Zentralbank in den Immobilienmarkt sorgt in London für fallende Preise

In immer mehr Gegenden Londons fallen die Immobilienpreise, nachdem die Bank of England Restriktionen für Hypothekenkredite eingeführt hat. Der Immobiliendienstleister Hometrack hat ermittelt, dass in den drei Monaten von August bis Ende Oktober in 18 Prozent der Zustellbezirke der Hauptstadt die Bewertungen zurückgegangen oder gleichgeblieben sind. Damit ist der Prozentsatz doppelt so hoch wie in den drei Monaten zuvor. „Nichts an dieser Abkühlung ist natürlich“, sagt Rob Wood, Ökonom bei der Berenberg Bank in London. „Sie wurde von der Bank von England und der Regierung hervorgerufen.“ „Steigende Häuserpreise “ wären gefährlich gewesen, also mussten sie unbedingt handeln, und es ist eine gute Nachricht, dass es offenbar funktioniert hat.”

Die Bank of England hatte Grenzen für hohe Beleihungsquoten bei Hypothekenkrediten eingeführt, nachdem die Regierung, die britische Zentralbank im Juni dazu ermächtigt hatte. Die britische Finanzaufsicht FCA hatte im April strengere Bonitätsprüfungen für Käufer vorgeschrieben und die Banken verpflichtet, das Einkommen der Kreditnehmer zu überprüfen. Sie begrenzte zudem die tilgungsfreie Darlehen. Laut Jeffrey Doble vom Immobilienmakler Thamesview Estate Agents haben die Preise in London seit ihrem Höchststand im Frühjahr um bis zu zehn Prozent nachgegeben. Seit ihrem letzten Tief im März 2009 sind die Bewertungen allerdings um fast 80 Prozent angestiegen, wie das britische Statistikamt ermittelt hat.

Das zahlen Mieter

München

In München liegt die Miete bei 12 Euro pro Quadratmeter. Das ist ein Zuwachs von 0,84 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit sind die Mieten in München auch in diesem Jahr deutschlandweit am höchsten. Quelle: IVD.

Stuttgart

Stuttgart belegt in der Studie Platz zwei hinter München. Ein Quadratmeter kostet hier 10,50 Euro. Eine Steigerung von 5,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Köln

Köln teilt sich Platz drei mit Frankfurt am Main. In der rheinischen Metropole ist ein Quadratmeter für 8,80 Euro zu haben. Die Preise stiegen damit um 3,53 Prozent im Vergleich zu 2013.

Frankfurt am Main

Die Mainmetropole bietet ebenfalls Mieten von 8,80 pro Quadratmeter. In Deutschlands Finanzhauptstadt haben sich die Mietpreise damit im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

Berlin

Die sehr beliebte Hauptstadt belegt Platz vier bei den teuersten Mieten. 7,45 Euro kostet hier der Quadratmeter, ein Anstieg von 5,67 Prozent verglichen mit 2013.

Essen

Platz fünf geht an die Ruhrpottmetropole. In Essen muss man 7,00 Euro Miete pro Quadratmeter bezahlen. Die Preise stiegen um 7,69 Prozent in den letzten beiden Quartalen.

Dresden

Auf Platz sechs liegt Dresden. 6,50 Euro beträgt der Quadratmeterpreis in der Ostdeutschen Stadt. Keine Veränderung im Vergleich zum Vorjahr.

Leipzig

Leipzig folgt im Ranking auf Platz sieben. Mieter bezahlen hier 5,40 Euro pro Quadratmeter und damit 3,58 Prozent mehr als in 2013.

Zentralbank und FCA führten die Kreditbeschränkungen ein, um gegen die steigende Verschuldung der Privathaushalte vorzugehen. Diese sei die größte Bedrohung für die Erholung der Konjunktur in Großbritannien, hatte Notenbank-Chef Mark Carney gesagt. Die Kreditaufnahme einschließlich Hypotheken liegt bei 145 Prozent des verfügbaren Bruttoeinkommens. Trotz der neuen Vorschriften dürfte das Volumen der Hypothekenaufnahme im kommenden Jahr um fünf Milliarden Pfund zunehmen, teilte der Verband der Hypothekenbanken am 16. Dezember mit. Das Office for Budget Responsibility erwartet, dass die Verschuldungsquote der Haushalte in Großbritannien im nächsten Jahr steigen wird, nachdem sie seit 2008 rückläufig gewesen war. Zusammen mit steigenden Konsumausgaben werde die Zahl bis 2020 auf über 180 Prozent steigen, hatte das Institut am dritten Dezember mitgeteilt.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

23.12.2014, 12:40 Uhr

In immer mehr Gegenden Londons fallen die Immobilienpreise, nachdem die Bank of England Restriktionen für Hypothekenkredite eingeführt hat.

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Wer die Horror-Immobilien-preise von London kennt...

wird bestätigen dass ein kleiner Preissturz nur Lächerlich ist.

Spekulanten und Schwarzgeld-Investitionen werden die Preise stabil halten.

Nirgends zuvor sah ich eine Klassentrennung der Menschen durch Immobilien gesehen als in England.

Wie etwa in Slough/Berks ...

eine Strasse entlang alle Häuser klein aber ohne Vordach bedeutete dass es kleinere Verdiener waren.

Eine Strasse dahinter ebenso alle Häuser gleich gebaut aber dann mit mehr Wohnraum.Blieb der Mittelklasse zum Erwerb frei.

Und wieder eine Strasse dahinter waren wieder alle Häuser gleich gebaut aber dafür Luxuriöser und mit vordach und weiße Pfeilen wie im alten Rom oder in Griechenland.
Diese Häuser waren im preis so Teuer dass man sofort wusste wer nur darin wohnen konnte.


Insgesamt ist die britische Architektur von heute sehr enttäuschend und daher unverständlich wie sich solche übertriebene Immobilien-preise zusammen setzen sollen.



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