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18.11.2015

14:21 Uhr

Immobilien

Neuer Kauf von Vonovia

Der Immobilienkonzern Vonovia ist im Übernahmefieber. Mit einem Kauf der Deutsche Wohnen könnte der Dax-Konzern dem Markt dominieren. Vorher hängt aber erst einmal ein kleinerer Fisch am Haken.

Die Wohnungsverwaltung IVV ist vor allem im Rheinland aktiv. dpa

Kölner Dom

Die Wohnungsverwaltung IVV ist vor allem im Rheinland aktiv.

BochumDeutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia stärkt mit einer Übernahme sein Dienstleistungsgeschäft. Zum 1. Januar werde die IVV Immobiliengruppe gekauft, teilte der Dax-Aufsteiger am Mittwoch in Bochum mit. Damit werde die Marktführerschaft bei Wohneigentum-, Haus- und Drittverwaltung ausgebaut.

Es handelt sich um eine kleine Investition im einstelligem Millionen-Euro-Bereich, über die genaue Summe wurde Stillschweigen gewahrt. Die IVV mit Sitz im rheinischen Troisdorf gehört mit rund 70 Mitarbeitern zu den größten Hausverwaltungen Deutschlands. Lokale Schwerpunkte der verwalteten rund 16.000 Wohnungen seien Köln, Bonn und Düsseldorf. IVV ist aber nur Dienstleister und nicht Eigentümer der Bestände. Mit einem Kaufabschluss rechnet Vonovia im laufenden Quartal. Man werde künftig rund 80.000 Wohnungen und etwa 10.000 Gewerbeimmobilien verwalten.

Größte börsennotierte Wohnungsvermieter in Deutschland

Vonovia (ehemals Deutsche Annington)

360.000 vermietete Wohnungen (inkl. Gagfah)

Stand: Anfang September 2016

Deutsche Wohnen

158.000 Wohnungen

Stand: Anfang September 2016

LEG Immobilien

130.000 Wohnungen

Stand: Anfang September 2016

TAG Immobilien

76.000 Wohnungen

Stand: Anfang September 2016

Grand City Properties

82.000 Wohnungen

Stand: Anfang September 2016

Mit einem Bestand von 367.000 eigenen Wohnungen ist Vonovia bereits der größte Immobilienbesitzer in Deutschland. Das Unternehmen kündigte an, auch den Konkurrenten Deutsche Wohnen übernehmen zu wollen. Mit künftig 510.000 Wohnungen könnte Vonovia so seine Führungsrolle weiter ausbauen.

Zuvor müssen jedoch zunächst die Vonovia-Aktionäre bei einer außerordentlichen Hauptversammlung am 30. November einer Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Übernahme zustimmen. Bei einem positiven Votum will das Unternehmen den Aktionären der Deutschen Wohnen dann Anfang Dezember ein Übernahmeangebot vorlegen.

Von

dpa

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