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12.02.2014

23:14 Uhr

Immobilien

Österreicher kaufen 18.000 Wohnungen

Immofinanz besiegelt den größten Immobiliendeal des Jahres: Der österreichische Konzern kauft für 900 Millionen Euro Wohnungen. Auch andere Unternehmen greifen zu.

Die Immofinanz mit Sitz in Wien kauft tausende Wohnungen in Norddeutschland. Reuters

Die Immofinanz mit Sitz in Wien kauft tausende Wohnungen in Norddeutschland.

WienDie bislang größte Übernahme am deutschen Immobilienmarkt im laufenden Jahr ist besiegelt. Die österreichische Immofinanz kauft in mehreren Schritten für knapp 900 Millionen Euro 18.000 Wohnungen in Norddeutschland, wie der Konzern am Mittwochabend mitteilte. Verkäufer ist ein Fonds der Deutschen Bank sowie die italienische Immobilienfirma Prelios.

Mit der Übernahme will Immofinanz die Wohnimmobilientochter Buwog für eine eigenständige Zukunft an der Börse rüsten. Sie hatte bislang hauptsächlich Wohnungen in Österreich.

Bei Investoren kamen zuletzt jedoch die renditeträchtigeren deutschen Wohnungen besonders gut an. Daher wollte sich Immofinanz erst dann von der Tochter trennen, wenn diese in beiden Ländern etwa gleich viele Wohnungen besitzt. Dieses Ziel ist nun erreicht: Etwa die Hälfte der 54.000 Einheiten ist in der Bundesrepublik.

Immofinanz plant nun, die Buwog abzuspalten - ähnlich wie Siemens das bei der Leuchtmitteltochter Osram gemacht hatte. Im Zuge dessen sollen die Immofinanz-Aktionäre für je 20 Immofinanz-Papiere eine Buwog-Aktie erhalten.

Damit will der Konzern seinen Anteil an der Wohnungstochter zunächst auf 49 Prozent senken und mittelfristig weiter abbauen. Die übrigen 51 Prozent sollen künftig in Streubesitz stehen - und an den Börsen in Frankfurt sowie in Wien und Warschau notiert sein.

Für diesen Plan will sich Immofinanz auf einer für 14. März geplanten Hauptversammlung grünes Licht von ihren Aktionären holen.

Kommentare (1)

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rendite

13.02.2014, 08:35 Uhr

Man berichte doch einmal in Zahlen über die Anzahl verkaufter Wohnungen öffentlich geförderter Wohnungen in Deutschland, vor dem Verkauf im Besitz öffentlichen Institutionen, öffentlichen Institutionen nahestehenden Unternehmen, nach der Zeit nach der "Wende" und später nach Einführung des Euros (1 / 1,95583) an privatwirtschaftliche Unternehmen des In- und Auslandes,
über die Verkaufspreise und über die mittelfristigen Auswirkungen auf die in den verkauften Wohnungen lebenden Mieter. Der interessierte Leser, würde sich heute sicher erstaunt fragen: Was geht hier vor in unserem Deutschland ?

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