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27.08.2014

19:25 Uhr

Immobilien

„So lässt sich noch ein guter Schnitt machen“

VonJens Hagen

Der Immobilienunternehmer Einar Skjerven holt Investoren aus der ganzen Welt nach Deutschland. Im Interview erklärt er, wie er Wohnungen über Facebook verkauft und wo ein Kauf in der Hauptstadt noch lohnt.

Luxusappartments der Skjerven-Gruppe in Berlin: Der Gründer Einar Skjerven stieg in Berlin rechtzeitig ein und machte gute Renditen. Reuters

Luxusappartments der Skjerven-Gruppe in Berlin: Der Gründer Einar Skjerven stieg in Berlin rechtzeitig ein und machte gute Renditen.

Himmelblaues Sakko und himmelblaue Hose, schwarze Schuhe im Schlangenleder-Cowboy-Look, die Haare lang und das Hemd weit geöffnet: Einar Skjerven macht seinem Ruf als bunter Hund der Immobilienbranche wieder einmal alle Ehre.

Skjerven kaufte mit seiner Gruppe bereits im Jahre 2006 im großen Stil Wohnimmobilien in Berlin, zu einem Zeitpunkt, als die meisten anderen die Stadt wegen schlechter Wirtschaftsdaten längst abgeschrieben hatten. Skjerven lag richtig, heimste beim Verkauf kräftige Preisaufschläge ein. In einem Düsseldorfer Café unweit der Luxusmeile Königsallee erklärt der gut gelaunte Norweger, wie er seine Wohnungen über soziale Medien vertickt.

Herr Skjerven, der deutsche Immobilienboom geht ins siebte Jahr. Sie verkaufen Wohnungen, vor allem in Berlin. Werden Ihnen die Objekte immer noch aus der Hand gerissen?

Ja, das ist immer noch so. Ich habe wirklich keinen Grund zur Klage. Als ich 2006 angefangen habe, war das ganz anders, das gab es Leerstände und keiner wollte kaufen. Ab 2008 hat sich der Markt gedreht.

Einar Skjerven, Immobilieninvestor. PR

Einar Skjerven, Immobilieninvestor.

Wie werben Sie Ihre Käufer?

Nur über das Internet. Dabei wird Facebook immer wichtiger. Zuletzt haben wir einen Bestand im Wert von 50 Millionen Euro an private Käufer vermittelt, vor allem über soziale Netzwerke wie Facebook.

Facebook gilt nicht gerade als Marktplatz für Immobilien …

… weil die wenigsten ihn dafür nutzen. Nirgendwo anders kann ich aber meine Objekte derart passgenau für die entsprechende Zielgruppe bewerben.

Wie die Zinsen sinken und die Preise steigen

Analyse

Der Verband deutscher Pfandbriefbanken hat für Handelsblatt Online die Kaufpreise in den vier begehrtesten Metropolen Deutschlands berechnet. Im Vergleich mit der Zinsstatistik der Bundesbank für Baugeld zeigt sich: Die Zinsen fallen, die Immobilienpreise steigen.

2007

Zins für Baugeld (5 bis 10 Jahre Zinsbindung): 5,03%
Immobilienpreise:
Hamburg: 3191 Euro pro Quadratmeter
Berlin: 2302 Euro pro Quadratmeter
München: 4232 Euro pro Quadratmeter
Frankfurt: 2949 Euro pro Quadratmeter

2008

Zins für Baugeld (5 bis 10 Jahre Zinsbindung): 4,83%
Immobilienpreise:
Hamburg: 3302 Euro pro Quadratmeter
Berlin: 2385 Euro pro Quadratmeter
München: 4283 Euro pro Quadratmeter
Frankfurt: 2975 Euro pro Quadratmeter

2009

Zins für Baugeld (5 bis 10 Jahre Zinsbindung): 4,29%
Immobilienpreise:
Hamburg: 3414 Euro pro Quadratmeter
Berlin: 2438 Euro pro Quadratmeter
München: 4384 Euro pro Quadratmeter
Frankfurt: 3090 Euro pro Quadratmeter

2010

Zins für Baugeld (5 bis 10 Jahre Zinsbindung): 3,70 %
Immobilienpreise:
Hamburg: 3503 Euro pro Quadratmeter
Berlin: 2521 Euro pro Quadratmeter
München: 4524 Euro pro Quadratmeter
Frankfurt: 3137 Euro pro Quadratmeter

2011

Zins für Baugeld (5 bis 10 Jahre Zinsbindung): 3,54 %
Immobilienpreise:
Hamburg: 3768 Euro pro Quadratmeter
Berlin: 2721 Euro pro Quadratmeter
München: 4905 Euro pro Quadratmeter
Frankfurt: 3320 Euro pro Quadratmeter

2012

Zins für Baugeld (5 bis 10 Jahre Zinsbindung): 2,78 %
Immobilienpreise:
Hamburg: 4023 Euro pro Quadratmeter
Berlin: 2949 Euro pro Quadratmeter
München: 5252 Euro pro Quadratmeter
Frankfurt: 3494 Euro pro Quadratmeter

2013

Zins für Baugeld (5 bis 10 Jahre Zinsbindung): 2,85 %
Immobilienpreise:
Hamburg: 4287 Euro pro Quadratmeter
Berlin: 3166 Euro pro Quadratmeter
München: 5590 Euro pro Quadratmeter
Frankfurt: 3660 Euro pro Quadratmeter

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