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15.08.2013

11:52 Uhr

Immobilien

Stärkster Preisanstieg seit einem Jahr

Im zweiten Quartal ziehen die deutschen Immobilienpreise kräftig an. Die Preise für Eigentumswohnungen steigen um sechs Prozent stark an – Preise für Einfamilienhäuser entwickeln sich hingegen moderater.

Die Nachfrage nach Wohnimmobilien in Städten wie Berlin und Frankfurt übertrifft derzeit den Wohnungsbau. GSW

Die Nachfrage nach Wohnimmobilien in Städten wie Berlin und Frankfurt übertrifft derzeit den Wohnungsbau.

Die deutschen Immobilienpreise haben im zweiten Quartal den stärksten Anstieg seit einem Jahr verzeichnet. Wie der Verband Deutscher Pfandbrief Banken (vdp) am Donnerstag mitteilte, zogen die Preise für Wohnimmobilien im Jahresvergleich um 4,1 Prozent an. Bei Büroimmobilien ging es um 5,6 Prozent nach oben.

Die Preise für Eigentumswohnungen zogen im Jahresvergleich mit sechs Prozent besonders stark an, während die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser sich mit 2,3 Prozent Zuwachs moderater entwickelten. “Bestimmend für die Preisentwicklung bei deutschen Wohnimmobilien sind nach wie vor die attraktiven Groß-und Universitätsstädte”, merkte Jens Tolckmitt, Hauptgeschäftsführer des vdp, an. „Hier sorgen eine steigende Anzahl an Einwohnern und Privathaushalten für eine anhaltende Nachfrage.“

Die Nachfrage nach Wohnimmobilien in Städten wie Berlin und Frankfurt übertrifft den Wohnungsbau, da junge Arbeitnehmer in die Regionen mit dem größten Stellenangebot ziehen. Die Preise von Büroimmobilien werden dagegen durch institutionelle Anleger nach oben gezogen, die auf der Suche nach sicheren Anlageobjekten sind. Die Investitionen in gewerbliche Immobilien erreichten im ersten Halbjahr 12,5 Mrd. Euro und damit das höchste Niveau seit 2008, wie aus Daten des britischen Immobilienberaters Saville plc hervorgeht.

Kommentare (2)

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Abschreibungsobjekt

15.08.2013, 12:24 Uhr

Der Erwerb von Zinshäusern war bis vor kurzem wegen der niedrigen bzw. bis vor 2 Monaten noch sinkenden Zinsen für festverzinsliche Anlagen eine scheinbar rentable Anlagealternative. Leider sind fast alle angebotenen Objekte technisch und energetisch überaltert bzw. was einigermaßen brauchbar ist, viel zu teuer. Wer heute oder erst kürzlich zum über 20fachen der JNKM gekauft hat, wird sich in 2 bis 3 Jahren wundern, wieviel "Wert" er dann noch in Händen hält. Andererseits waren die letzten 2 bis 3 Jahre gut für alle, die etwas zu verkaufen hatten - egal ob neu oder gebraucht.

Account gelöscht!

15.08.2013, 12:57 Uhr

Ich sehe es auch so, dass es nicht davon kommt, dass "junge Arbeitnehmer in die Regionen mit dem größten Stellenangebot ziehen.", sondern das viele Geld der sog. "Investoren" angelegt wird. In der Mehrheit handelt es sich doch sicher nicht um Eigentumswohnungen sondern um Anlageobjekte der Reichen.

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