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29.10.2015

13:53 Uhr

Immobilien und Wohnen

Die besten Lagen von Frankfurt

VonJens Hagen

Die Mainmetropole boomt, Mietwohnungen und Kaufgelegenheiten werden knapp. Jetzt kommt es auf die Lage an. Eine Analyse zeigt die besten Quartiere auf Straßenebene. Wo Käufer auf Nummer sicher gehen.

Der Neubau der Europäischen Zentralbank (vorne rechts) fügt sich in die Skyline ein und wertet das Viertel auf. dpa

Metropole am Main

Der Neubau der Europäischen Zentralbank (vorne rechts) fügt sich in die Skyline ein und wertet das Viertel auf.

Die deutsche Finanzindustrie hat schon bessere Tage gesehen. Regulierung, Rechtsstreitigkeiten und Minizinsen setzen vielen Instituten zu. Viele Arbeitsplätze wackeln, demnächst auch bei der Deutschen Bank, wo der neue Co-Vorstandchef der Deutschen Bank, John Cyran, am Donnerstag sein Sparprogramm vorstellte.

Auch wenn Frankfurt als Stadt der Banker gilt, sind negative Auswirkungen der Finanzkrise auf dem Immobilienmarkt derzeit nicht sichtbar. Im Gegenteil. „Der Frankfurter Wohnungsmarkt gehört fraglos zu den angespanntesten Märkten des Landes“, sagt Manfred Binsfeld, Leiter Immobilienmarktresearch bei Feri Eurorating. Seit 2010 habe die Stadt etwa 50.000 neue Einwohner hinzugewonnen. Weil der Neubau mit dieser Entwicklung nicht Schritt halten konnte, sei der Leerstand unter die kritische Ein-Prozent-Marke gesunken.

„Der massive Nachfrageüberhang hat die durchschnittliche Wohnungsmiete bei neu abgeschlossenen Verträgen auf mittlerweile zwölf Euro pro Quadratmeter ansteigen lassen“, sagt Binsfeld. „Frankfurt muss zusammen mit München die höchste Mietkostenbelastung unter den großen deutschen Städten vermelden“. Seit 2006 seien die Mieten um 26 Prozent gestiegen, die Haushaltseinkommen dagegen nur um 13 Prozent.

Immerhin: Die sehr hohe Mietkostenbelastung und das wachsende Wohnungsangebot dürften neben der Mietpreisbremse den Anstieg der Mieten in den nächsten Jahren im Zaum halten. „Auch auf dem Markt für Eigentumswohnungen wird sich der starke Preisanstieg der letzten Jahre normalisieren“, sagt Binsfeld.

„Vor dem Hintergrund niedriger Zinsen und der Suche von Investoren nach beständigen Wertanlagen stoßen Anleger insbesondere in Frankfurt auf ideale Investitionsmöglichkeiten“, sagt Konstantin Lüttger, Head of Residential Investment bei CBRE in Deutschland. Vor allem Privat- und Kleinanlegern biete die Mainmetropole viel Potenzial bei Zinshäusern oder Eigentumswohnungen.

„Das von der Finanz- und Beraterbranche geprägte Frankfurt am Main verzeichnet ein Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, das mehr als doppelt so hoch ist wie der bundesweite Durchschnitt“, erklärt Ulrich Jacke, Geschäftsführer von Dr. Lübke & Kelber. Das sorge für hohe Kaufpreise und Mieten vor allem in guten Lagen. „Im Wege der Veräußerung vorhandener Immobilieninvestments lassen sich selbst bei erst kurzer Haltedauer teilweise erhebliche Veräußerungsgewinne erzielen“, sagt Jacke.

Kommentare (16)

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29.10.2015, 14:12 Uhr

Auch bei Immobilien gilt es die Augen auf zu machen, und das Portfolio breit zu diversifizieren.

M.E. versprechen in der Frankfurt-City möblierte ETW die beste langfristige Rendite mit momentan ca. 25 bis 30 € pro Quadratmeter in der Vermietung für den Investor.

Herr Jordache Gehrli

29.10.2015, 14:19 Uhr

Da kommt Lehman-Brothers II auf uns zu, sonst nichts.....das "billige Baugeld" wird durch absurd überteuerte Immobilien wettgemacht. Jeder "Hänschen-klein" muss jetzt aber unbedingt in Immobilien....wir werden noch sehen, wie dieser "bekannte" Konstrukt zusammenbricht!

Herr Ernst Thoma

29.10.2015, 15:04 Uhr

Auch bei einem Zinssatz von 0,0 % bleibt eine masslos überteuerte Immobilie masslos überteuert ! Und wenn die Zinsen wieder auf Normalmaß steigen - dann gute Nacht !

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