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05.01.2014

13:57 Uhr

Immobilien

Wohnungsverkäufe in Manhattan auf Allzeithoch

Immobilien in Manhattan sind die teuer wie nie – trotzdem wechseln mehr Wohnungen als je zuvor den Besitzer. Die Nachfrage scheint grenzenlos, die Preise gehen durch die Decke.

Manhattans Skyline: Wer hier wohnen will, muss tief in die Tasche greifen. dpa

Manhattans Skyline: Wer hier wohnen will, muss tief in die Tasche greifen.

New YorkDie Verkäufe von Wohnungen in Manhattan sind im vierten Quartal auf den höchsten je registrierten Stand geklettert. Die Aussicht auf anziehende Preise und steigende Zinsen veranlasste Käufer, Geschäfte abzuschließen, bevor sie sich weiter verteuern.

Insgesamt wechselten 3.297 Wohnungen im vierten Quartal den Eigentümer, ein Anstieg um 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es ist der höchste Wert, seitdem die Makler und Gutachter Douglas Elliman Real und Miller Samuel vor 25 Jahren mit der Datenerhebung begannen. Die Angaben veröffentlichten beide Gesellschaften in einer Mitteilung am Freitag. Der letzte Rekord war 2012 verzeichnet worden, als Verkäufer sich beeilten hatten, Transaktionen abzuschließen, da sie eine Erhöhung der Besteuerung von Kapitalgewinnen erwarteten.

Käufer drängen auf den Wohnungsmarkt in Manhattan, nachdem es seit Mai einen Anstieg der Hypothekendarlehen gegeben hat. Das Kaufinteresse fiel zusammen mit einem rückläufigen Angebot. Die Zahl der zum Verkauf stehenden Wohnungen sank Ende Dezember um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 4.164 - der niedrigste Wert seit Beginn der Datenerhebung durch Miller Samuel vor 14 Jahren.

Die Nachfrage heizt zudem die Preisentwicklung an. Der Median-Preis für Wohnungen hat mit 855.000 Dollar (626.000 Euro) ein Rekordniveau erreicht. In 43 Prozent der Fälle waren die Käufer bereit, den vom Verkäufer aufgerufenen Preis oder mehr zu bezahlen. Vor einem Jahr lag der Vergleichswert bei zwölf Prozent.

„Ich sehe nicht, dass die Nachfrage abebbt“, sagte Gregory Heym, leitender Volkswirt bei Terra Holdings, dem Eigentümer der Maklergesellschaften Brown Harris Stevens und Halstead Property. Heym geht davon aus, dass das Angebot 2014 weiter schrumpfen wird. Eigentümer zögern, ihre Objekte zum Verkauf anzubieten, aus Sorge sie könnten nach dem Verkauf selbst nicht mehr kaufen. Neue Projekte hielten sich derweil in Grenzen und seien auf sehr vermögende Kunden ausgerichtet, sagte Heym.

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