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14.02.2014

11:41 Uhr

Immobilienfinanzierer

Berlin Hyp legt bei Neugeschäft Jahresendspurt hin

Ein deutlich anziehendes Neugeschäft hat der Berlin Hyp 2013 zu einem Jahresendspurt verholfen. Das laufende Jahr wird vom Stresstest der europäischen Behörden bestimmt. Auch der Konzern-Umbau wird Geld kosten.

Altbauten in Berlin: Berlin Hyp, die Tochter der Landesbank Berlin, soll zum eigenständigen und zentralen Immobilienfinanzierer des Sparkassenlagers ausgebaut werden. dpa

Altbauten in Berlin: Berlin Hyp, die Tochter der Landesbank Berlin, soll zum eigenständigen und zentralen Immobilienfinanzierer des Sparkassenlagers ausgebaut werden.

BerlinEin deutlich anziehendes Neugeschäft hat der Berlin Hyp 2013 zu einem Jahresendspurt verholfen. „Das vierte Quartal 2013 war das beste vierte Quartal, das wir beim Neugeschäft je gehabt haben“, sagte der Chef des Immobilienfinanzierers, Jan Bettink, der Nachrichtenagentur Reuters in einem am Freitag veröffentlichten Interview. Damit dürfte das Ergebnis vor Steuern und Gewinnabführung im Gesamtjahr knapp unter den rund 128 Millionen Euro von 2012 liegen. „Mit dem Neugeschäft sind wir zufrieden und mit dem gesamten Ergebnis auch“, ergänzte Bettink.

2014 werde wohl nicht so rund laufen, da der Konzern-Umbau Geld koste. Denn die Tochter der Landesbank Berlin soll zum eigenständigen und zentralen Immobilienfinanzierer des Sparkassenlagers ausgebaut werden. Derzeit gehe es vor allem darum, die Immobilienportfolios des Gesamtkonzerns aufzuteilen, sagte Bettink. Das regionale Geschäft soll in der Berliner Sparkasse bleiben oder von der Berlin Hyp dorthin wandern. Die übrigen Kredite sollen in der Berlin Hyp landen. Dies soll bis Ende des Jahres über die Bühne gehen. „Wir sind gut im Plan“, betonte Bettink. Zuversichtlich äußerte er sich für das nächste Jahr. „2015 wird gut, ähnlich wie 2013.“

Die größten Wohnimmobilien-Deals 2013

Platz 1

Verkäufer: GSW-Aktionäre
Käufer: Deutsche Wohnen
Wohneinheiten: 60.000
Preis: 3,3 Milliarden Euro
Quartal: 4. Quartal 2013
Target: 90-prozentiger Anteil an GSW

Platz 2

Verkäufer: Bayern LB
Käufer: Investorenkonsorium unter der Führung von Patrizia AG
Wohneinheiten: 32.000
Preis: 2,45 Milliarden Euro
Quartal: 2. Quartal 2013
Target: 92-prozentiger Anteil an GWB

Platz 3

Verkäufer: Goldmann Sachs/Whitehall, Perry
Käufer: Institutionelle Investoren
Wohneinheiten: 91.000
Preis: 1,34 Milliarden Euro
Quartal: 1. Quartal 2013
Target: Initial Public Offering, LEG NRW (57,5 Prozent)

Platz 4

Verkäufer: Terra Firma
Käufer: Institutionelle Investoren
Wohneinheiten: 180.000
Preis: 575 Millionen Euro
Quartal: 3. Quartal 2013
Target: Initial Public Offering, Deutsche Annington (15,5 Prozent)

Platz 5

Verkäufer: Blackstone
Käufer: Deutsche Wohnen AG
Wohneinheiten: 6.900
Preis: 370 Millionen Euro
Quartal: 2. Quartal 2013
Target: Wohnportfolio Berlin

Platz 6

Verkäufer: JP Residential
Käufer: Foncière des Régions
Wohneinheiten: 4.000
Preis: 351 Millionen Euro
Quartal: 3. Quartal 2013
Target: Wohnportfolio Berlin/Dresden

Platz 7

Verkäufer: Corestate Capital AG
Käufer: Diverse Käufer
Wohneinheiten: 3.700
Preis: 250 Millionen Euro
Quartal: 1. Quartal 2013
Target: Deutschlandweites Wohnportfolio

Platz 8

Verkäufer: Immeo Wohnen
Käufer: Adler Real Estate AG
Wohneinheiten: 4.040
Preis: 210 Millionen Euro
Quartal: 2. Quartal 2013
Target: Wohnportfolio NRW

Das laufende Jahr werde nicht nur vom Umbau bestimmt, sondern auch vom Stresstest der europäischen Behörden. „Das wird eine Herausforderung sein“, sagte Bettink. Sein Haus wird zusammen mit der Landesbank Berlin von den Aufsehern der Europäischen Zentralbank und der EU-Bankenaufsicht EBA unter die Lupe genommen.

Von

rtr

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