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02.03.2011

08:19 Uhr

Frankfurt Anleger mehrerer offener Immobilienfonds mit eingefrorenem Vermögen erfahren in Kürze, ob sie im Frühjahr wieder an ihr Geld kommen. Die Kunden des knapp vier Milliarden Euro schweren Kanam Grundinvest haben bereits Post bekommen: In einem Brief kündigt die Frankfurter Kapitalanlagegesellschaft an, dass der Fonds ein weiteres Jahr keine Anteile zurücknimmt. Damit steckt das Kapital weiter fest.

Ebenso ergeht es Anteilseignern von acht weiteren offenen Immobilienfonds, denen die Barmittel fehlen, um alle Rückgabewünsche ihrer Anleger erfüllen zu können. Insgesamt sind aktuell gut 24 Milliarden Euro Anlegergelder eingefroren.

Der Kanam Grundinvest hatte am 6. Mai 2010 schließen müssen, nachdem Anleger als Reaktion auf geplante gesetzliche Neuregelungen auf einen Schlag hohe Summen Kapital aus dem Fonds abgezogen hatten. Seitdem ist es erstens nicht gelungen, ausreichend frisches Geld hereinzuholen, um eine dauerhafte Wiedereröffnung zu ermöglichen. „Es gibt keine nennenswerten Mittelzuflüsse“, sagt ein Sprecher. Zweitens wurden im Unterschied zu anderen Fonds noch keine Immobilien verkauft. Daher liegt die Quote der erforderlichen Barmittel unter der gesetzlich vorgeschriebenen Marke von fünf Prozent. Die kommenden 14 Monate will und muss die Gesellschaft nun nutzen, um ihre Liquidität zu stärken. Längstens zwei Jahre darf ein offener Immobilienfonds geschlossen sein. Danach verlangt das Gesetz, dass der Fonds abgewickelt wird und seine Anleger auszahlt.

Das erleben bereits drei Fonds, darunter auch das zweite Kanam-Produkt, der in Dollar notierende Kanam US-Grundinvest. Hier hat das Fondsmanagement bereits kräftig verkauft: Bis zum Sommer sollen die letzten beiden von sechs Gebäuden veräußert sein.

Auch beim Schwesterfonds Kanam Grund soll das Verkaufsprogramm bald starten. „Wir sondieren zurzeit den Markt“, sagt ein Sprecher. Fondsanalystin Sonja Knorr von der Ratingagentur Scope bescheinigt dem Fonds durchaus Chancen auf Wiederöffnung: „Das Immobilienportfolio ist gut“, sagt sie. Die meisten der 52 Gebäude stünden in guten Lagen und seien langfristig an solvente Firmen vermietet. „Für solche Objekte ist die Nachfrage derzeit sehr gut“, sagt Knorr.

Kommentare (1)

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jens77

26.10.2011, 18:18 Uhr

Als Anleger des Immobilienfonds KanAm Grundivest bitte ich Sie um eine klare eindeutige Aussage zu den Aussichten einer Wiederöffnung des Fonds!

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