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03.11.2011

11:08 Uhr

Immobilienhändler

Prime Office droht Verlust von REIT-Status

Wegen Verlusten mit Zins-Derivaten ist das Eigenkapitel der Immobiliengesellschaft Prime Office unter die Mindestschwelle für REITs gesunken. Jetzt hat das Unternehmen zwei Jahre Zeit, um seine Speicher wieder zu füllen.

Börsennotierte Immobiliengesellschaften (REITs) sind erst seit wenigen Jahren in Deutschland zugelassen. dapd

Börsennotierte Immobiliengesellschaften (REITs) sind erst seit wenigen Jahren in Deutschland zugelassen.

FrankfurtBeim Börsenneuling Prime Office wackelt der gerade erst erreichte REIT-Status schon wieder. Zum 30. September kam die Büroimmobiliengesellschaft wegen Verlusten aus Zinsswap-Geschäften nur auf eine Eigenkapitalquote von 43,5 Prozent, wie sie am Donnerstag mitteilte. Für börsennotierte Immobilienfonds (REITs) liegt die Mindestquote in Deutschland bei 45 Prozent. Allerdings räumt der Regulierer den Unternehmen eine Gnadenfrist von zwei Jahren ein, um die Schwelle wieder zu erreichen. Die Hamburger Konkurrentin Alstria Office hatte zeitweise das gleiche Problem.

Prime Office hofft nun, dass es zum Jahresende schon wieder besser aussieht. Im Tagesgeschäft läuft es bei den Münchenern dagegen recht gut. Unter dem Strich kämpfte sich Prime Office nach neun Monaten in die schwarzen Zahlen zurück. Das in der Branche maßgebliche operative Ergebnis (FFO) lag mit 15,3 Millionen Euro zwar deutlich unter dem Vorjahreswert von 19,6 Millionen. Allerdings schlugen sich hier nach Angaben des Konzerns vor allem die Kosten für den Börsengang im Juli nieder. Bereinigt um diese Aufwendungen wäre das Ergebnis stabil geblieben.

Im Gesamtjahr peilt Prime Office nun ein FFO von 19 bis 20 Millionen Euro an, eine Million mehr als bislang. Zwölf Millionen Euro sollen als Dividende fließen. Die neuerdings im Kleinwerteindex SDax notierte Prime-Office-Aktie startete mit einem Minus von einem Prozent in den Handel, lag damit aber im Markttrend.

Von

rtr

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