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08.03.2016

21:44 Uhr

Immobilienkonzern Conwert

Übernahmekommission prüft Aktionärs-Absprache

Gab es Absprachen beim österreichischen Immobilienkonzern Conwert? Die Übernahmekommission prüft vor der außerordentlichen Hauptversammlung im März ob ein Übernahmeangebot nötig wäre.

Das Logo der österreichischen Immobiliengruppe Conwert in Wien - dem Hauptsitz. Reuters

Aktionärsstreit bei Conwert

Das Logo der österreichischen Immobiliengruppe Conwert in Wien - dem Hauptsitz.

WienDer Aktionärsstreit rund um die Kontrolle beim österreichischen Immobilienkonzern Conwert hat die Übernahmekommission auf den Plan gerufen. Geprüft werde, ob die Conwert-Aktionäre Adler Real Estate, Petrus Advisers und weitere Personen ihr Vorgehen abgestimmt und ein Übernahmeangebot hätten vorlegen müssen, teilte die Behörde am Dienstag mit.

Adler wollte sich nicht dazu äußern. Die Investmentfirma Petrus wies die Vorwürfe zurück. "Wir halten fest, dass es keinerlei Absprachen mit Adler und kein intendiertes oder faktisches gemeinsames Vorgehen mit Adler oder deren Aktionären gibt". Darüber hinaus gebe es keine Geschäftsbeziehungen, und Petrus Advisers hält nach eigenen Angaben keine Aktien an Adler.

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Konkret untersucht die Übernahmekommission mögliche Absprachen rund um eine Transaktion im Herbst 2015 und in der Zeit vor der außerordentlichen Hauptversammlung von Conwert am 17. März 2016. Der deutsche Konkurrent und Großaktionär Adler will bei Conwert drei von vier Verwaltungsräten austauschen und eine stärker auf Wachstum orientierte Firmenstrategie umsetzen. Im März findet dazu eine Sonderhauptversammlung statt. Adler hält 22,4 Prozent an Conwert, Petrus Advisers 6,1 Prozent. Der Conwert-Vorstand lehnt die Pläne von Adler ab und fürchtet eine feindliche Übernahme. Adler hatte dies in der Vorwoche allerdings zurückgewiesen.

Die US-Investmentfonds Fidelity, die knapp acht Prozent an Conwert hält, kann dem Vorschlag Adlers nichts abgewinnen und sichert dem Conwert-Verwaltungsrat die volle Unterstützung zu. Petrus Advisers hingegen übt Kritik an der Führung und sieht einen unzureichenden Fortschritt der Gesellschaft. "Der neue Verwaltungsrat scheint nicht problemlösungsfähig und sucht offensichtlich - ohne eigenen Aktienbesitz und ohne Rücksicht auf den Wert der Gesellschaft - die Konfrontation mit Kernaktionären", teilte Petrus Advisers mit.

Von

rtr

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