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05.10.2012

17:06 Uhr

Immobilienmarkt

Der Zehn-Milliarden-Euro-Boom

Die Deutschen sind heiß auf Immobilien. 2012 dürften hierzulande so viele Wohnungen den Eigentümer gewechselt haben wie schon lange nicht mehr. Vor allem institutionelle Investoren haben zugeschlagen.

Wohnungen in Frankfurt. dpa

Wohnungen in Frankfurt.

FrankfurtIn Deutschland dürften 2012 Wohnungen im Volumen von mindestens zehn Milliarden Euro den Besitzer wechseln - so viele wie schon lange nicht mehr. Zu diesem Ergebnis kommt die Beratungsgesellschaft CBRE in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Treiber sei der Verkauf großer Pakete an institutionelle Investoren, weniger das Geschäft mit Kleinanlegern, die in Wohneigentum investierten. Zum Jahresende sind noch die Privatisierung der bundeseigenen Immobiliengesellschaft TLG und der Verkauf der Dresdner Wohnungen des Immobilienkonzerns Gagfah geplant.

Aber selbst ohne diese Transaktionen ist laut CBRE die Zehn-Milliarden-Schwelle erreichbar. Nach neun Monaten sind es schon gut acht Milliarden Euro - fast doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum, rechnete auch das Beratungshaus Jones Lang LaSalle vor. Das ist eine Zeitenwende: Jahrelang stand das Wohnsegment im Schatten des gewerblichen Immobilienmarktes, der bei Transaktionen mehr Dynamik zu bieten hatte. Doch Büro- und Einzelhandelsflächen sind in der Krise schwerer zu vermarkten, das gilt auch für Deutschland: Per Ende September lag das gewerbliche Transaktionsvolumen hierzulande mit 14,5 Milliarden Euro 14 Prozent unter Vorjahr.

Wo ein Haus mit 140 qm am meisten kostet

Harlaching (München)

1.089.100 Euro

Tegernsee (Miesbach)

1.165.900 Euro

Frauenkopf (Stuttgart)

1.178.500 Euro

Schwabing (München)

1.381.600 Euro

Oberkassel (Düsseldorf)

1.396.600 Euro

Hoheluft-Ost (Hamburg)

1.435.400 Euro

Harvestehude (Hamburg)

1.459.700 Euro

Haidhausen (München)

1.469.300 Euro

Lehel (München)

1.509.400 Euro

Neuhausen (München)

1.520.500 Euro

Quelle: Für die Analyse wertete das Immobilienportal ImmobilienScout24 über 2,5 Millionen Immobilienangebote aus. Um Vergleichbarkeit herzustellen, wurde hierbei ein Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 140 m² in durchschnittlicher Lage im Gemeindebereich berechnet. Das durchschnittliche Baujahr beträgt 1982. Stand: August 2012.

Im Wohnsektor gab es allein in der ersten Jahreshälfte vier Großtransaktionen im Gesamtvolumen von 4,6 Milliarden Euro: 21.000 LBBW-Wohnungen gingen an ein Konsortium um die Immobiliengesellschaft Patrizia, 25.000 Wohnungen der BayernLB-Tochter DKBI an die Hamburger TAG Immobilien, 22.000 Wohnungen von Speymill an den Finanzinvestor Cerberus und 24.000 Wohnungen der Baubecon von Barclays an die Deutsche Wohnen.




Von

rtr

Kommentare (1)

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friseure

05.10.2012, 08:21 Uhr

die zahlen die hier geliefert werden sind erstaunlich

jahresumsätze in immobilien die letzten jahre imm dreistellig

wohnimmobilien laut engels und völkers in 2011
schlapp 75 mrd

laut IVD in 2009 wohn und gewerbe insgesamt schlapp 135 mrd

gebt euch mehr mühe

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