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20.01.2014

16:38 Uhr

Immobilienmarkt

Deutsche Wohnungspreise ziehen kräftig an

Der Immobilienmarkt boomt. Die Preise für bestehende und neue Wohnungen in Deutschland steigen nach der Meinung von Analysten weiter. In den großen Städten ist das Wachstum besonders spürbar.

Handwerker renovieren eine Mietwohnung in Hamburg. Die Preise für Wohnungen in Deutschland bleiben hoch. dpa

Handwerker renovieren eine Mietwohnung in Hamburg. Die Preise für Wohnungen in Deutschland bleiben hoch.

BerlinDie Wohnungspreise in Deutschland werden das sechste Jahr in Folge steigen, erwartet die Deutsche Bank. Dahinter stehen nicht zuletzt die Verbesserungen am Arbeitsmarkt, durch die die Nachfrage nach Eigenheimen wächst, erklärten die Analysten der größten deutschen Bank in einer am Montag veröffentlichten Studie.

Die Preise für bestehende Wohnungen werden demnach 2014 deutschlandweit um vier Prozent anziehen und in den größten Städten des Landes sogar um sechs Prozent. Bei neuen Wohnungen soll es landesweit um fünf Prozent aufwärts gehen und in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart um 7,5 Prozent.

Wo wohnt man günstig - und wo teuer?

Günstig, Platz 6

Vogtlandkreis
Der Vogtlandkreis im Westen von Sachsen kann mit günstigen Grundstückspreisen aufwarten: In der Gemeinde Ellefeld etwa kostet der Quadratmeter 295,5 Euro.

Günstig, Platz 5

Uckermark
Die brandenburgische Uckermark landet auf Platz fünf der günstigsten Regionen Deutschlands. In der Gemeinde Templin wohnt es sich besonders günstig: Hier zahlt man nur 343,8 Euro.

Günstig, Platz 4

Bad Kissingen
Der Kreis Bad Kissingen liegt im bayerischen Unterfranken, nahe an der Grenze zu Hessen und Thüringen. In der Gemeinde Zeitlofs zahlt man wenigsten: nämlich nur 248,3 Euro.

Günstig, Platz 3

Wartburgkreis
Der Wartburgkreis liegt in Thüringen an der Grenze zu Hessen. Günstigster Wohnort ist die Gemeinde Treffurt: Dort kostet der Quadratmeter 242,9 Euro.

Günstig, Platz 2

Kreis Haßberge
Der Kreis Haßberge liegt nördlich des Mains im bayerischen Unterfranken. In der Gemeinde Kirchlauter kostet der Quadratmeter 232,4 Euro.

Günstig, Platz 1

Mansfeld-Südharz
In der Region Mansfeld-Südharz bei Leipzig wohnt es sich am günstigsten - vor allem in der Gemeinde Sandersleben: Dort kostet der Quadratmeter 192,8 Euro. Aber auch in Blankenheim (233,5 Euro), Hettstedt (259,5 Euro) und Friedeburg (267,7 Euro) sind die Preise niedrig.

Teuer, Platz 6

Bitburg-Prüm
Der Kreis Bitburg-Prüm ist der am dünnsten besiedelste Landkreis von Rheinland-Pfalz. Doch im rund 400 Einwohner großen Ort Kruchten kostet der Quadratmeter laut Immobilienscout24 4882,9 Euro.

Teuer, Platz 5

Hamburg
Ein Quadratmeter in der Hamburger Hafencity kostet 5760,2 Euro. Ein wenig günstiger lebt es sich im Bezirk Harvesthude (5168,8 Euro).

Teuer, Platz 4

Norderney
Die ostfriesische Insel Norderney wartet mit hohen Grundstückspreisen auf. Für einen Quadratmeter zahlt man 6578,8 Euro.

Teuer, Platz 3

München
Der Münchener Bezirk Lehel landet auf dem dritten Platz. Dort kostet der Quadratmeter 6947,6 Euro. Auch die Bezirke Altstadt (6918 Euro), Maxvorstadt (5848,2 Euro), Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt (5445,1 Euro) und Schwabing-West (5441,5 Euro) haben hohe Grundstückspreise.

Teuer, Platz 2

Rathsweiler
Im Kreis Krusel in Rheinland-Pfalz liegt der Ort Rathsweiler: Dort kostet der Quadratmeter 6951,3 Euro.

Teuer, Platz 1

Sylt
Die Gemeinde Kampen auf der Insel Sylt hat die teuersten Grundstückspreise Deutschlands: Der Quadratmeter kostet hier 12.605 Euro.

Quelle

Quelle: Immobilienscout24; Referenzobjekt: eine Wohnung mit 80 Quadratmetern, 3 Zimmer, 30 Jahre alt.

In den größten Stadtregionen Deutschlands sind die Eigenheimpreise bereits fünf Jahre in Folge gestiegen, da immer mehr Menschen an Orte gezogen sind, an denen es einfacher ist, eine Arbeitsstelle zu finden. Zudem hinkt der Wohnungsbau der Nachfrage hinterher. Durch die niedrigen Zinsen ist der Hauskauf günstiger, wodurch auch immer mehr Investoren dem Anleihemarkt den Rücken kehren und stattdessen auf dem Immobilienmarkt aktiv werden.

„Die makroökonomischen Antriebsmotoren des Anstiegs sind nach wie vor intakt“, erklärte Jochen Möbert, ein Analyst der Deutschen Bank, in dem Bericht. „Der deutsche Immobilienmarkt bleibt einer von wenigen unterbewerteten Immobilienmärkten, in Bezug auf die Erschwinglichkeit.“

Kommentare (12)

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Gast

20.01.2014, 17:15 Uhr

Kommt die heute schon erkennbare Deflation erst so richtig in Fahrt, dann geht der Markt komplett in die andere Richtung.

Account gelöscht!

20.01.2014, 17:27 Uhr

Zitat : und in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart um 7,5 Prozent

- Das kann doch gar nicht sein !

Die Inflationsrate beträgt doch nur 1,2 % !!!!!!!!

WILHER

20.01.2014, 17:40 Uhr

meinetwegen kann es gern mit Wohnungs-und Aktienpreisen weiter nach oben gehen.
Ich bin auch nicht in Staatsanleihen investiert, mein Geld liegt nicht auf Sparkonten und nur wenig in Versicherungen.
Auch habe ich mir viel Geld geliehen.
Das alles beginnt sich nun auzuzahlen.

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