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17.04.2011

13:14 Uhr

Immobilienmarkt

„Die Krise kehrt nicht zurück“

VonRobert Landgraf, Anke Rezmer

Wie entwickeln sich die Mieten? Welche Chancen bieten Immobilienaktien? Und kommt die Krise wieder? Darüber spricht Eurohypo-Vorstandsmitglied Thomas Köntgen im Interview mit dem Handelsblatt..

Thomas Köntgen, Vorstandsmitglied der Eurohypo. Quelle: Bernd Roselieb

Thomas Köntgen, Vorstandsmitglied der Eurohypo.

FrankfurtHandelsblatt: Herr Köntgen, in den USA fallen die Immobilienpreise wieder. Kehrt die Krise zurück?

Thomas Köntgen: Nein. In den USA sind die Preise für selbstgenutzte Häuser gesunken, wie es der renommierte S&P Case-Shiller-Hauspreisindex anzeigt. Das ist aber kein Indiz für den bedeutenderen Markt für Gewerbeimmobilien. Dort sehe ich derzeit die Lage positiver, da die US-Wirtschaft in diesem Jahr um drei bis dreieinhalb Prozent wachsen sollte.

Wie sieht es am deutschen Markt aus?

Die Toplagen, die sogenannten 1er-Lagen, sind begehrt. Das gilt beispielsweise für die Frankfurter Innenstadt, aber auch anderenorts. Im laufenden Jahr könnte sich die Nachfrage sogar noch ausweiten. Denn die Immobilienmärkte laufen der Konjunktur etwa zwölf Monate hinterher. Das Investitionsvolumen in Immobilien lag 2010 bei ordentlichen 19 Milliarden Euro, davon wurden fünf Milliarden der Kaufverträge im letzten Quartal abgeschlossen. 2011 rechne ich zumindest mit einem ähnlichen Volumen wie im vergangenen Jahr.
    

Was heißt das für die Mieten?
Klar ist, in Toplagen besteht steigende Miettendenz. Aber es wird sehr wohl nach der Qualität eines Gebäudes und der Lage unterschieden. Zusammengefasst: Sowohl bei den Mieten als auch bei Marktwerten liegt das Schlimmste hinter uns. Von einem breiten Aufschwung kann man allerdings noch nicht sprechen. Der Konjunkturaufschwung muss noch vollständig am Immobilienmarkt ankommen. Daneben wird man aber das Inflationsniveau beobachten müssen, das derzeit unter anderem durch den Ölpreis bestimmt ist.
    

Höhere Ölpreise und steigende Inflation, wie wirkt sich das auf Immobilien aus?
Grundsätzlich positiv. Die Nachfrage nach Immobilien steigt in solchen Phasen, weil sie als inflationsstabile Sachwertanlage gelten. Auch die Mieten bei Gewerbeimmobilien legen dank der Bindung an die Inflation, der Indexierung, zu. Auf der anderen Seite steigen mit anziehenden Zinsen auch die Kosten für Kreditfinanzierung.
    

Welche Rolle spielt die Katastrophe in Japan für die Weltwirtschaft?
Auf die Weltwirtschaft wirken sich die Erdbeben und der Tsunami nach bisheriger Einschätzung nur begrenzt aus, wenngleich das Ausmaß der nuklearen Probleme bisher nicht abschätzbar ist. Bislang werden die Schäden mit mehr als 200 Milliarden Euro beziffert, die die japanische Volkswirtschaft sicher stark belasten.
    

Was heißt das für die Immobilien in Japan?
Der Markt in Japan ist zumindest aus heutiger Sicht stabil.

Kommentare (1)

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FredM

17.04.2011, 15:36 Uhr

Wieviel kriegt er für diese dumme Propaganda bezahlt ?

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