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14.01.2009

16:35 Uhr

Immobilienmarkt

Investoren erwarten mehr Notverkäufe

Die Finanzkrise wird Fonds, Banken und Immobiliengesellschaften in diesem Jahr einer Studie zufolge zu mehr Notverkäufen von Immobilien zwingen. Das geht aus der jüngsten Trendumfrage der Ernst & Young Real Estate GmbH unter Investoren hervor.

HB FRANKFURT. Ernst & Young geht davon aus, dass es vor allem im zweiten Halbjahr zu Notverkäufen kommt. Hintergrund seien die durch die Krise schlechteren Finanzierungsmöglichkeiten, die es notwendig machten, Immobilien zu verkaufen, um Geld flüssigzumachen.

Das Transaktionsvolumen insgesamt werde in diesem Jahr auf dem deutschen Markt weiter zurückgehen und im besten Fall noch 24 Mrd. Euro erreichen. Das wäre in etwa das Niveau von 2004, dürfte nach den Worten von Hartmut Fründ, Managing Partner bei dem Immobilienberatungsunternehmen, dann aber auch die Talsohle sein. Schon 2008 sei das Volumen der Verkäufe im Vergleich zum vorangegangenen Rekordjahr um 60 Prozent auf knapp 26 Mrd. Euro eingebrochen.

Die Preise werden der Studie zufolge sinken. Wie hoch die Preisabschläge ausfielen, sei derzeit noch nicht absehbar, sagte Fründ am Mittwoch bei der Vorstellung der Ergebnisse in Frankfurt. "Ohne eine gewisse Preiskorrektur wird man den Markt aber nicht wieder in Gang bekommen."

Die Umfrage zeigt, dass Deutschland im europäischen Vergleich zwar nach wie vor als stabiler Immobilienmarkt gesehen wird. Weil sich aber die Finanzierungsbedingungen verschlechtert haben, rechnet die Mehrheit der Befragten - allesamt institutionelle Investoren - damit, bei Investitionen künftig deutlich mehr Eigenkapital einzusetzen und die Bestände zudem länger zu halten. Auch dürfte es zu einer Konsolidierung der Branche kommen. Gerade kleinere und niedrig bewertete Immobiliengesellschaften gelten als Übernahmekandidaten.

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