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08.03.2016

15:34 Uhr

Immobilienmarkt

Platzmangel in deutschen Großstädten

Viele Menschen wollen lieber in Großstädten wohnen als in der Provinz. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren laut einer Studie noch verstärken. Der Wohnungsraum wird in deutschen Großstädten bis 2030 knapp.

Lieber Hamburg als Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg. dpa

Skyline von Hamburg

Lieber Hamburg als Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg.

Der Wohnraum in deutschen Ballungszentren wird auf lange Sicht deutlich knapper. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie des Versicherungskonzerns Allianz und der Forschungsgesellschaft Prognos. In zehn großen Städten und Regionen könnten bis 2030 knapp eine Million Wohnungen fehlen, heißt es in der Analyse.

Der Grund: Viele Zuwanderer ließen sich in diesen Regionen nieder, zudem setze sich der Trend zu Singlewohnungen fort. Betroffen seien etwa München, Berlin, das Rhein-Main-Gebiet, Stuttgart, Hamburg und Köln. „Das Wohnungsangebot entwickelt sich zu langsam“, sagte Studienautor Tobias Koch.

In strukturschwachen Regionen vor allem in Ostdeutschland werde die Zahl der Haushalte hingegen zurückgehen, so Koch und Co-Autor Oliver Ehrentraut. Negativ-Spitzenreiter sei hier die Region Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg mit minus 24 Prozent Haushalten bis 2045, am größten sei das Plus hingegen in München (plus 35 Prozent).

Deutschlands Bevölkerung sehen die Experten - ähnlich wie in Einwanderungsländern wie Kanada oder der Schweiz - wachsen, 2045 dürften wohl auf etwa 85 Millionen hierzulande leben. „Deutschland wächst wieder“, sagte Studienautor Tobias Koch. „Und es ist davon auszugehen, dass es langfristig so sein wird.“

Von

dpa

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