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17.03.2012

17:20 Uhr

Immobilienpreise

Experten befürchten eine Blase

Die Zinsen sind niedrig, die Inflationsängste hoch – die Menschen fliehen in Immobilien. Folge: in Großstädten steigen die Preise immens. Erste Befürchtungen werden laut, hier entstehe eine Blase.

Ein Wohnhaus in der Simplonstraße im Berliner Stadtteil Friedrichshain: Immobilien sind in Deutschland derzeit sehr gefragt. dpa

Ein Wohnhaus in der Simplonstraße im Berliner Stadtteil Friedrichshain: Immobilien sind in Deutschland derzeit sehr gefragt.

Frankfurt/MainIn kreisfreien Städten hätten sich die Preise von Wohnungen im Schnitt binnen zwölf Monaten um 5,6 Prozent erhöht, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ unter Berufung auf Berechnungen des Berliner Forschungsinstituts Empirica.

Der auf Immobilienmärkte spezialisierte Ökonom Steffen Sebastian sagte dem Blatt: „Wir beobachten gerade den Anfang einer Blasenbildung.“ Dem Zeitungsbericht zufolge kletterten die Wohnungspreise binnen drei Jahren in München um 23 Prozent, in Hamburg um 26 Prozent und in Bayreuth um 36 Prozent. Auch die Bundesbank hatte sich im jüngsten Monatsbericht besorgt über deutsche Immobilienmärkte geäußert.

Von

dapd

Kommentare (9)

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bjarki

17.03.2012, 18:02 Uhr

Seit 1993 gibt es per se keine Immobilienpreissteigerungen in Deutschland. Jetzt regt man sich über ein bischen Steigerung auf die diesen Zeitraum nicht einmal inflationssicher abdeckt. Bayreuth ( ich bin beeindruckt) von dieser richtungsweisenden Megacity, kann kein Maßstab sein. München ist immer teuer. Aber wir lernen, dass Immobilien in Deutschland sich nicht lohnen. Es ist wohl bewusst ein stagnierender Markt seit 1993. Diese sogenannte " Blase" lassen die Banken durch Kredidtklemmen rechtzeitig platzen, keine Sorge. Meine Engagements liegen nicht mehr in Europa, diese Region ist eine lebendige Untote, abgesehen von Zentren wie London, München, vielleicht Hamburg. Wir sehen England. London überbietet sich selbst mit Preisen, fährt man eine Stunde ins Umland herrscht Immobilientristesse. Ein Wegweiser ins Merkelsche Immobilien-Europa. Ach ja.... ich vergaß die Demographie... Licht aus.

Semi-Fachmann

17.03.2012, 18:23 Uhr

Bayreuth hier zu erwähnen, ist völlig fehl am platz. 1. Die Preise kamen von einer sehr niedrigen Basis (teilweise unter Ost-Niveau), 2. ist der anstieg dort auf eine erhöhte Nachfrage zurückzuführen (Die Uni ist von 8000 auf 12000 studenten gestiegen, was für eine kleine stadt wie bayreuth (70000 EW enorm ist), 3. In solche Statistiken fließen zum Beispiel Projekte die stark subventioniert werden, da denkmalgeschütze Gebäude renoviert werden....diese subvention wird von den investoren natürlich gerne im kaufpreis weitergegeben. (bei kleinen Städten kann das den durchschnittspreis von Immobilien enorm erhöhen, siehe vor allem Bamberg)
Insgesamt sollte man jedoch auch das positive an steigenden Hauspreisen sehen....Renovierungen, Neubauten bringen entsprechende Rendite und werden überhaupt nur deshalb durchgeführt....in fachkreisen nennt man das stimulation der Binnennachfrage !

josefhirsepp

18.03.2012, 01:07 Uhr

HAGEN Westfalen......
dort werden fuer Wohnhaeuser von Preissteigerungen getraeumt... denn dort will niemand tot ueber dem Friedhofsyaun haengen...

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