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09.07.2015

17:21 Uhr

IVG

Kerngeschäft soll kapitalmarktfähig werden

Im Sommer 2013 kämpfte die IVG noch mit der Insolvenz – jetzt will der Immobilienkonzern sein Kerngeschäft an den Kapitalmarkt bringen. Rund drei Millarden Euro ist das Haupt-Portfolio der Bonner wert.

Nach der Insolvenz ist der Immobilienkonzern IVG wieder auf Erfolgskurs. dpa

Krise überwunden

Nach der Insolvenz ist der Immobilienkonzern IVG wieder auf Erfolgskurs.

FrankfurtDer neue IVG-Chef Dietmar Binkowska ändert die Strategie des Bonner Immobilienkonzerns. Ein drei Milliarden Euro schweres Kern-Portfolio rund um den Büro- und Geschäftskomplex „Squaire“ am Frankfurter Flughafen soll bis zum kommenden Jahr wieder reif für den Kapitalmarkt gemacht werden, wie der ehemalige Banker am Donnerstag auf der Hauptversammlung ankündigte. Sein im März abgelöster Vorgänger Ralf Jung hatte zuvor vergeblich versucht, den „Squaire“ zu verkaufen. 120 Büroimmobilien – für Binkowska die „Filetstücke“ der IVG – sollen nun in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert werden. Sie hätten „deutliches Wertsteigerungspotenzial“, sagte Binkowska den Aktionären.

Die Ausgliederung eröffne der IVG „ein breites Spektrum an Handlungsoptionen“, sagte der ehemalige Chef der staatlichen NRW-Bank. Dazu gehörten die Aufnahme von Eigen- und Fremdkapital, sagte ein Sprecher. Auch ein Börsengang sei nicht ausgeschlossen. Der Rest des Immobilienbestandes, den die IVG selbst und nicht für andere Investoren hält, soll verkauft werden. Sein Wert wird mit rund 500 Millionen Euro veranschlagt. Im Ausland soll nur der Bestand in Finnland übrigbleiben, die Immobilien in Frankreich, Polen und Ungarn stehen ebenfalls zum Verkauf.

Es war die erste Hauptversammlung nach der Entlassung der IVG aus der Insolvenz. Unter anderem die explodierenden Kosten für den „Squaire“ hatten sie 2013 mit mehr als vier Milliarden Euro Schulden in die Pleite rutschen lassen. Die Altaktionäre des früheren MDax-Konzerns verloren ihren Einsatz, heute gehört die IVG ihren früheren Gläubigern, zumeist Hedgefonds. Finanzvorstand Rolf Glessing stellte den Aktionären für das laufende Jahr 2015 ein „solides positives Ergebnis“ in Aussicht.

Von

rtr

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