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24.11.2014

16:35 Uhr

Kaufen und Mieten

Warum Anleger deutsche Immobilien lieben

Deutsche Immobilien sind bei Investoren im Trend. Vor allem ausländische Anleger greifen beim deutschen Häusermarkt zu und lassen die Preise steigen. Ein Experte sieht trotz überhitzter Regionen keine Blase am Markt.

Wohnhäusern in der Kölner Südstadt. Der Anlagenotstand treibt Investoren auch in Immobilien. dpa

Wohnhäusern in der Kölner Südstadt. Der Anlagenotstand treibt Investoren auch in Immobilien.

FrankfurtDie Anlageklasse Immobilien sei im aktuellen Umfeld sehr attraktiv, sagte Jürgen Fenk, Mitglied des Vorstands der Helaba mit Zuständigkeit für das Immobiliengeschäft. „Die Aktienmärkte sind weit gelaufen, am Anleihemarkt gibt es kaum noch Zinsen, der Anlagedruck vieler institutioneller Anleger ist enorm und nimmt zu“, sagte Fenk bei einer Veranstaltung in Frankfurt am Freitag. Das gelte auch für ausländische Investoren, die Anlagen in Europa und insbesondere auch in Deutschland suchten.

Die Gefahr einer Blase am deutschen Wohnungsmarkt sieht Fenk zurzeit nicht. In einzelnen Teilbereichen, wo sich die Preise stark von den Mieten abgekoppelt hätten, sei eine Überhitzung nicht auszuschließen, so Fenk weiter. Zwar fließe die überreichliche Liquidität am Kapitalmarkt nicht zuletzt in die Immobilienmärkte und treibe die Preise in die Höhe, aber das habe die relative Attraktivität von Immobilieninvestments bislang wenig beeinträchtigt.

Immobilienrenditen privater Anleger

Negative Rendite

6,9 Prozent
Erklärung: 6,9 Prozent aller privaten Anleger haben im Jahr 2012 mit Immobilieninvestitionen eine negative Bruttorendite erzielt. Alle hierauf folgenden Werte beziehen sich auf das Jahr 2012. Quelle: DIW, SOEP-Panel.

Keine Rendite

35,8 Prozent

Bis 2,0 Prozent Rendite

14,7 Prozent

2,1 bis 4,0 Prozent Rendite

20 Prozent

4,1 bis 6,0 Prozent Rendite

10,7 Prozent

6,1 bis 8,0 Prozent Rendite

6,2 Prozent

Über 8,0 Prozent Rendite

5,5 Prozent

„Die Anfangsrenditen beispielsweise von deutschen Büroimmobilien in guten Lagen liegen zwar etwa wieder auf dem Boomniveau von 2007“, sagte Fenk. „Während aber damals der Spread zu den zehnjährigen deutschen Staatsanleihen stark zusammengeschmolzen war, nämlich auf ungefähr 70 Basispunkte, ist er derzeit vergleichsweise hoch, nämlich bei ungefähr 350 Basispunkten. Das zeigt die Attraktivität der Assetklasse Immobilien derzeit.“

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Ein Großteil der Preissteigerungen, die vor allem in den großen deutschen Ballungszentren stattfänden, sei fundamental begründet, sagte Fenk. So sei die Bevölkerungszahl in den Großstädten in den letzten Jahren deutlich gestiegen. „Gleichzeitig war auch die Wohnungsbautätigkeit auf einem recht niedrigen Niveau, auch getriggert durch die Finanzkrise und die mangelnde Finanzierbarkeit, und damit ist deutlich das Angebot hinter dem Bedarf zurückgeblieben.“

Gegen eine Blase am deutschen Wohnungsmarkt spreche auch die weiterhin im internationalen Vergleich konservative Finanzierungspraxis und die bislang nur zögerlich steigenden Volumina bei Wohnungsfinanzierungen.

Für eine zunehmende Zahl von Transaktionen auch im gewerblichen Bereich in den nächsten Jahren spreche das wachsende Interesse von Investoren für Objekte außerhalb der sogenannten Core-Märkte, sagte Fenk. „Wir reden heute sehr stark über die sogenannten ABBA-Märkte: A-Objekte in B-Lagen oder B-Objekte in A-Lagen.“

Kommentare (1)

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24.11.2014, 19:29 Uhr

Antwort:
Weil es schon so lange her ist, daß sie damit auf die Nase fielen.
Nun ist wieder Zeit dazu.

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