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29.06.2012

17:18 Uhr

Kostenvergleich

Gasanbieter ziehen die Preise an

Bis zu fünf Millionen Haushalte müssen sich auf steigende Gaspreise einstellen. Dem Vergleichsportal Verivox zufolge wollen 42 Gasanbieter ihre Preise um durchschnittlich sechs Prozent anheben.

Für bis zu fünf Millionen Haushalte wird das Gas bald deutlich teurer. dpa

Für bis zu fünf Millionen Haushalte wird das Gas bald deutlich teurer.

HeidelbergFür viele Haushalte wird Gas teurer. Nach Informationen des Internetvergleichsportals Verivox erhöhen 42 Anbieter ihre Preise um durchschnittlich sechs Prozent. Betroffen seien bis zu fünf Millionen Haushalte. „Die Erhöhungen kommen nicht überraschend“, sagte der Leiter der Verivox-Energiewirtschaft, Peter Reese, am Freitag in Heidelberg. „Die Ölpreise haben sich Anfang 2012 auf hohem Niveau bewegt und viele Gaslieferverträge sind nach wie vor an diese Preisentwicklung gekoppelt.“

Nach Berechnungen des Vergleichsportals muss ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden mit einem zusätzlichen Kosten von mehr als 80 Euro rechnen. Deshalb lohne sich der Vergleich mit anderen Anbietern. Im günstigsten Falle ließen sich bei einem Wechsel bis zu 500 Euro sparen. „Dennoch haben bisher gerade einmal sieben Prozent der Haushalte ihren Anbieter gewechselt“, sagt Reese. Viele Verbraucher hätten offenbar Angst, dass sie während des Wechsels kein Gas mehr bekommen. Dies sei jedoch unbegründet. „Die ununterbrochene Gasversorgung ist gesetzlich garantiert.“

Von

dpa

Kommentare (1)

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uli-uli

29.06.2012, 18:05 Uhr

Es muß jetzt endlich einmal Schluß sein, mit der angeblichen "Ölpreisbindung". Diese gab und gibt es nicht und jetzt kommts, Gas ist weltweit in den letzen 12 Monaten extreeeeem ,ja bis zu 45 % billiger geworden. Das hat nichts oder jedenfalls nicht nur mit Henry Hub der größten Gasumschlagstelle in den USA zu tun, sondern schlicht und einfach damit, daß es viel zu viel Gas gibt, daß dieses gar nicht alles gelagert werden kann, und daß es teilweise sogar abgefackelt werden muß. Es ist ein Skandal, dass die Gaslieferanten uns so aussaugen dürfen. Klar, manche haben im Interesse der Preiskontinuität und der Versorgungssicherheit halt langfristige und nun halt leider schlechte Verträge z.B. mit Russland gemacht, und können das Gas nun einfach nicht günstiger einkaufen und müssen dies somit ihren Kunden teuer weitergeben, aber es gibt auch viele freie Einkäufer, viele die nicht an diese Verträge gebunden sind, und die sollten gezwungen werden können ( Netzargentur ) den Kunden marktnahe Preise anzubieten. Welcher Schwachsinn ist auch diese verzögerte Preisweitergabe: Jetzt im Sommer zahlen die Gaskunden den hohen Ölpreis von um die 110 USD/ Barrel vom Dezember. Glücklicherweise werden dann im Winter zum 1.1.13 die Gaspreise dramatisch fallen, weil ja jetzt zum 1.7.12 der Ölpreis auf 80 USD / Barrel gefallen ist. Also alle aufpassen, daß die Gaslieferanten das dann auch machen.
Es gibt einen Weltgaspreis und zu dem sollten die Versorger einkaufen, alles andere ist der helle Wahnsinn.
Ach ja, wer einen leeren Öltank hat sollte übrigens jetzt auf jeden Fall auffüllen, auch wenn es wegen der gefallenen Euro / USD Wechselkurse leider nicht so günstig ist wie es sein sollte, wenn man lediglich den Weltölmarktpreis ansieht. Ach ja das Gap zwischen Brent und WTI schließt sich übrigens momentan auch wieder deutlich.
Liebe Grüße ( momentan heizt ja die Sonne )

Uli Henkl

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