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19.12.2012

11:29 Uhr

Luxusimmobilien

Himmlische Garagen

VonAnette Kiefer

Von Singapur bis New York: Star-Architekten haben mit Sky-Garagen den neuesten Schrei für Luxusapartments entwickelt. Die technischen Herausforderungen für die Ingenieure sind gewaltig. Doch der Trend setzt sich durch.

Im „Hamilton Scotts“ sind Sky-Garagen längst Alltag.

Im „Hamilton Scotts“ sind Sky-Garagen längst Alltag.

DortmundKleine Jungs sammeln Matchbox-Autos im Spielzimmer, große Jungs Lamborghinis im Luxusapartment. Für alle Autoliebhaber, die sich auch nachts nicht von ihren Schätzen trennen wollen, bieten Luxus-Hochhäuser Parkplätze vor dem Wohnzimmer auf jeder Ebene. „Zielgruppe Nummer eins sind mit Sicherheit die Auto-Affinen“, sagt Architekt Manfred Dick, der sich die deutsche Variante „Carloft“ hat patentieren lassen. „Die wollen ihr Auto neben dem Bett oder vom Wohnzimmerfenster aus sehen.“

Eine Handvoll „Sky-Garagen“ oder „Carlofts“ gibt es derzeit weltweit. Zum Beispiel in Singapur, wo die „Hamilton Scotts“ von Nobelanbieter Hayden Properties den Superreichen nun den ultimativen Luxus bieten. Auf 30 Stockwerken sind 54 Apartments untergebracht, und jedes davon besitzt seine eigene „Himmelsgarage“. Die Bewohner fahren in eine Übergabestation im Untergeschoss, identifizieren sich per Fingerabdruck und lassen ihr Auto im gläsernen Fahrstuhl nach oben bringen. Wenn der automatische Parkvorgang beendet ist, trennt auch in 100 Meter Höhe nur noch eine Glaswand die Nobelkarossen vom Wohnzimmer.

Die technischen Herausforderungen sind dabei groß: Das Auto soll schnell, sicher und dabei möglichst repräsentativ zum Penthouse hoch schweben. Dafür entwickelte der Hersteller des Singapurer Aufzugs, die Parksystem-Firma Otto Wöhr aus dem baden-württembergischen Friolzheim, eigens einen Hubantrieb mit Zahnriemen und Seilen. „Wir brauchten ein System, das leiser und auch schneller arbeiten kann als die herkömmliche Kettenkonstruktion“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Lenke. „Die Fördergeschwindigkeit liegt bei fast drei Metern pro Sekunde und ist so viel höher als bei anderen Aufzügen.“

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