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14.11.2014

14:54 Uhr

Milliarden-Investments

Der größte Staatsfonds der Welt mischt bei Immobilien mit

Acht bis zehn Milliarden Dollar – so viel möchte der größte Staatsfonds der Welt, Norwegens Ölfonds, in den Immobiliensektor stecken. Der Fonds verspricht sich von den Investments vor allem eins: hohe Erträge.

Eine Ölplattform in Norwegen. Der norwegische staatliche Ölfonds möchte jährlich rund zehn Milliarden Dollar in den Immobiliensektor investieren. dpa

Eine Ölplattform in Norwegen. Der norwegische staatliche Ölfonds möchte jährlich rund zehn Milliarden Dollar in den Immobiliensektor investieren.

OsloDer größte Staatsfonds der Welt, Norwegens Ölfonds, plant langfristige Milliardeninvestitionen in den Immobiliensektor und nimmt dabei auch Asien verstärkt ins Visier. Zu rechnen sei mit jährlichen Investitionen von acht bis zehn Milliarden Dollar, sagte der Leiter der Immobilienabteilung des 860 Milliarden schweren Fonds, Karsten Kallevig, der Nachrichtenagentur Reuters. Dabei werde 2015 auch ein gradueller Einstieg in Asien angepeilt. Ziel des Engagements seien sowohl neue Bauprojekte sowie Modernisierungen.

Der Staatsfonds, der mit den sprudelnden Einnahmen aus der staatlichen Öl- und Gaswirtschaft gespeist wird, hat derzeit rund 1,3 Prozent seines Vermögens in Immobilien geparkt. Die Regularien des Fonds sehen vor, dass der Anteil auf bis zu fünf Prozent gesteigert werden kann. In diesem Jahr hat der Fonds bereits einige riesige Immobiliendeals getätigt und unter anderem das Bürohochhaus One Beacon Street in Boston sowie den Gebäudekomplex Pollen Estate in London gekauft.

Die besten Standorte für Immobilieninvestitionen

Das Rating

Die Vermögensberatung Feri hat das Investitionspotenzial deutscher Städte untersucht. Das Ergebnis: Die besten Chancen bieten nicht die teuren Metropolen, sondern Orte in zweitbester Lage, so genannte „B-Städte”. Diese zeichnen sich durch eine stabile Wirtschaft, gute Infrastruktur und Bildungsmöglichkeiten aus. Das Ranking im Einzelnen:

1. Ingolstadt

Punkte:75,1
Entwicklung Wohnungsbestand (2014-2020): + 10,7 Prozent
Mietpreis pro Quadratmeter (2013): 8 Euro
Prognose Mietpreisentwicklung (2014-2020): +15,3 Prozent

2. Wolfsburg

Punkte:70,8
Entwicklung Wohnungsbestand (2014-2020): + 3,4 Prozent
Mietpreis pro Quadratmeter (2013): 6,8 Euro
Prognose Mietpreisentwicklung (2014-2020): +14,6 Prozent

3. Jena

Punkte:70,2
Entwicklung Wohnungsbestand (2014-2020): + 7,0 Prozent
Mietpreis pro Quadratmeter (2013): 7,1 Euro
Prognose Mietpreisentwicklung (2014-2020): +13,8 Prozent

4. Potsdam

Punkte: 68,2
Entwicklung Wohnungsbestand (2014-2020): + 6,3 Prozent
Mietpreis pro Quadratmeter (2013): 6,5 Euro
Prognose Mietpreisentwicklung (2014-2020): +15,3 Prozent

5. Münster

Punkte: 68,1
Entwicklung Wohnungsbestand (2014-2020): + 6,9 Prozent
Mietpreis pro Quadratmeter (2013): 7,8 Euro
Prognose Mietpreisentwicklung (2014-2020): +14,8 Prozent

6. Erlangen

Punkte: 67,5
Entwicklung Wohnungsbestand (2014-2020): + 5,9 Prozent
Mietpreis pro Quadratmeter (2013): 8,1 Euro
Prognose Mietpreisentwicklung (2014-2020): +15,0 Prozent

7. Regensburg

Punkte: 67,0
Entwicklung Wohnungsbestand (2014-2020): + 9,5 Prozent
Mietpreis pro Quadratmeter (2013): 7,4 Euro
Prognose Mietpreisentwicklung (2014-2020): +15,2 Prozent

8. Hamburg

Punkte: 66,5
Entwicklung Wohnungsbestand (2014-2020): + 5,6 Prozent
Mietpreis pro Quadratmeter (2013): 9,1 Euro
Prognose Mietpreisentwicklung (2014-2020): +16,2 Prozent

9. Oldenburg

Punkte: 66,3
Entwicklung Wohnungsbestand (2014-2020): + 7,0 Prozent
Mietpreis pro Quadratmeter (2013): 9,1 Euro
Prognose Mietpreisentwicklung (2014-2020): +13,4 Prozent

10.Leipzig

Punkte: 66,2
Entwicklung Wohnungsbestand (2014-2020): + 1,5 Prozent
Mietpreis pro Quadratmeter (2013): 5,4 Euro
Prognose Mietpreisentwicklung (2014-2020): +13,7 Prozent

Der Fonds werde künftig daran festhalten, eine begrenzte Zahl an Immobilien in großen Städte zu erwerben, sagte Kallevig. Diese Strategie habe sich wegen der hohen Erträge ausgezahlt. Er rechne indes nicht damit, dass die Einnahmen auf dem hohen Niveau blieben.

Erhebungen von Thomson Reuters haben zuletzt ergeben, dass Staatsfonds in diesem Jahr die größte Anzahl an Transaktionen seit der Finanzkrise getätigt haben.

Von

rtr

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