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17.05.2013

11:31 Uhr

Nächste Blase kommt

Kaufrausch am US-Immobilienmarkt

Nur ein Jahr nach dem Rekordtief am US-Immobilienmarkt hat sich die Stimmung deutlich verändert. Investoren reißen sich wieder um Wohnimmobilien. Doch Experten warnen: Menschen werden viel Geld verlieren und leiden.

Hausverkauf in Queens. In den USA ist im Frühjahr ein regelrechter Kaufrausch entbrannt. dpa

Hausverkauf in Queens. In den USA ist im Frühjahr ein regelrechter Kaufrausch entbrannt.

Nur ein Jahr nach dem Rekordtief auf dem US-Wohnimmobilienmarkt, ausgelöst durch den größten Einbruch in acht Jahrzehnten, kommen langsam wieder Anzeichen für Maßlosigkeit auf.

Ein zum Verkauf stehendes Brownstone-Haus für 949.000 Dollar, ausgestattet mit fünf Zimmern im New Yorker Stadtteil Brooklyn, brachte beispielsweise unlängst den Altbesitzern 300 Besichtigungen und 50 Angebote ein. Rund 4800 Kilometer entfernt, im kalifornischen Menlo Park, erhielt ein einstöckiges Wohngebäude für 2 Millionen Dollar im vergangenen Monat gleich sechs Angebote. Und in Südflorida, eines der Zentren für das Zerplatzen der letzten Immobilienblase, werden derzeit 3300 neue Eigentumswohnungen errichtet - das sind so viele wie seit dem Jahr 2007 schon nicht mehr.

In diesem Frühjahr herrscht auf dem US-Wohnimmobilienmarkt ein regelrechter Kaufrausch. Angetrieben wird die starke Nachfrage nicht zuletzt durch die Schritte der Federal Reserve zur Senkung der Kreditkosten. Hinzu kommen der Mangel an zum Verkauf stehenden Objekten und der neu erwachte Appetit der Wall Street auf den Immobilienmarkt.

Zwar bleiben die Hauspreise deutlich unter ihrem einstigen Hochs. Doch Volkswirte wie Stan Humphries von Zillow Inc. und Mark Vitner von Wells Fargo & Co. weisen darauf hin, dass die Preise in einigen Region derzeit in einem Tempo steigen, dass nicht nachhaltig ist. Damit hat sich die Lage im Vergleich zu Anfang 2012 dramatisch geändert, als Milliardär und Investor Warren Buffett erklärte, dass der Wohnimmobilienmarkt “weiter in einer Depression steckt.”

“Wir sehen einen großen Wandel vom letzten Jahr”, meint auch Paul Willen, führender Volkswirt bei der Federal Reserve Bank von Boston. “Statt Horrorgeschichten von Leuten, die Geld verlieren, hört man nun vom Kaufrausch - mit sehr viel Interesse und zahlreichen Angeboten.”

Im März waren die Preise für US-Wohnimmobilien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 11 Prozent gestiegen - es handelte sich um das größten Plus seit dem letzten Immobilienboom in 2006, berichtet CoreLogic unlängst.

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

17.05.2013, 12:41 Uhr

Diesmal dürfte die Blase in der FED selbst platzen.Denn den US-Banken ist es nicht gelungen,wie vor 07,diese Kreditpakete gebündelt,außerhalb der USA zu plazieren.Stattdessen musste die FED einspringen,mit 85 MRD US$ monatlich,mittlerweile im dritten Jahr,macht schon jetzt bis Jahresende,solange soll es mindestens laufen,stolze 3 Billionen in der Bilanz der FED.Blatzt dann die Blase,bleibt die FED,als Verursacher ,selbst auf den Schaden sitzenund nicht wie vor 07,vor allem europäische Banken!

Charly

17.05.2013, 13:37 Uhr

dazu passt auch eine Meldung von gestern:

http://www.boerse-go.de/nachricht/US-Baubeginne-brechen-um-165-Prozent-ein,a3091228.html

Viele Jubelrufe sind heutzutage halt Eintagesmeldungen :-)

Der_ewige_Spekulant

17.05.2013, 14:40 Uhr

Die Finanzkrise wurde also perfekt gemanaged. Sie hat nun eine steile Karriere vor sich.

Das Problem ist nur, dass die großen Volkswirtschaften einen ähnlichen Absturz wie 2008 nicht ohne Reset überleben werden.

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