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06.04.2012

13:46 Uhr

Nordseeküste

Günstige Ferien hinterm Deich

Häuser auf den Nordseeinseln sind vielen Touristen zu teuer. Bezahlbare Feriendomizile finden sie in ehemaligen Fischerdörfern auf dem Festland. Aber die sind nicht immer die perfekte Alternative.

In zwei Stunden von Düsseldorf nach Norddeich: Die Infrastruktur spricht fürs Festland. dpa

In zwei Stunden von Düsseldorf nach Norddeich: Die Infrastruktur spricht fürs Festland.

DortmundDie himmlische Ruhe und den idyllischen Ausblick genießen – das gehört für viele Fans der Nordseeküste in die Top Ten der Kaufanreize für ein Ferienhaus. Dabei hat ausgerechnet der Ausbau einer Autobahn dazu beigetragen, dass der Landstrich zwischen Emden und der dänischen Grenze für die Gäste noch attraktiver wurde: „Seitdem können Sie in zwei Stunden zum Beispiel von Düsseldorf bis zum Fähranleger nach Juist kommen“, sagt Andreas Pilz, Geschäftsführer der Region Ostfriesland und Ostfriesische Inseln beim Maklerhaus Engel & Völkers. Er rechnet deshalb damit, dass die Nachfrage in den kommenden Jahren weiter anzieht.

Auch sonst punktet das Festland vor Norderney, Langeoog und Spiekeroog mit einer günstigen Infrastruktur: Mehrmals täglich fahren die Intercitys der Deutschen Bahn von Köln und Düsseldorf bis nach Norddeich an die Mole. Ein weiterer Anreiz ist die vorbildliche Sicherheit – laut Kriminalitätsstatistik gibt es hier wesentlich weniger Einbrüche, Diebstähle und Raubüberfälle als anderswo in der Republik. Und auch der Urlaubskasse bekommt die Nordseeluft auf dem Festland gut: Die Ferienkosten für eine vierköpfige Familie liegen an der Nordseeküste etwa neun Prozent unter dem Bundesdurchschnitt, ergab eine Studie des Urlaubsportals Fewo-direkt.de.

Urlaub am Strand gibt es nicht nur auf den Ostfriesischen Inseln. dpa

Urlaub am Strand gibt es nicht nur auf den Ostfriesischen Inseln.

Seit drei bis vier Jahren steigt die Nachfrage nach Ferienimmobilien zum Kaufen stetig an, sagen die Experten. Vor allem aus Süddeutschland und dem Ruhrgebiet kommen die Immobilienkäufer, so Andreas Pilz. „Die einen reizen vor allem die günstigen Preise – im Vergleich zu Süddeutschland bekommen sie hier eine Immobilie immer noch ausgesprochen günstig. Die anderen wollen raus aus der Stadt.“ Gefragt seien vor allem kleinere Neubauwohnungen, berichten die Makler.

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