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20.03.2006

11:22 Uhr

Offenbar weiterer ausländischer Investor vor Einstieg

Mieten in Ballungszentren dürften deutlich steigen

Die Mieter in Deutschland müssen sich in den nächsten Jahren vermutlich auf deutlich steigende Mieten einstellen.

HB FRANKFURT. „Ich erwarte in Ballungszentren überproportional hohe Mietsteigerungen“, erklärte Volker Riebel, Chef von Deutschlands größter Immobiliengesellschaft Deutsche Annington, den „Ruhr Nachrichten“. Von Mieterhöhungen oberhalb der allgemeinen Preissteigerung seien vor allem Ballungszentren wie Köln, Frankfurt oder München betroffen.

Mit Blick auf die 106 000 zum Verkauf stehenden Wohnungen der nordrhein-westfälischen Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) rechnet Riebel mit einem harten Bietergefecht. Neben Annington interessieren sich der Zeitung zufolge die Finanzinvestoren Fortress, Cerberus und Morgan Stanley für den LEG-Wohnungsbestand. Mit einer Eröffnung des Bieterverfahrens rechnet Riebel im Verlauf dieses Jahres. Die Deutsche Annington ist eine Tochter des Londoner Finanzinvestors Terra Firma.

Unterdessen steht nach einem Bericht des Berliner „Tagespiegel“ ein weiterer ausländischer Finanzinvestor vor dem Einstieg auf dem deutschen Wohnungsmarkt. Dem Bericht zufolge will ein neues Unternehmen namens Puma Brandenburg Limited in den nächsten Jahren für bis zu drei Milliarden Euro Wohnungen kaufen. Berlin soll zunächst der Schwerpunkt sein. Puma Brandenburg sei auf der Kanalinsel Guernsey registriert und gehöre zur britischen Shore-Capital-Gruppe.

Von Puma Brandenburg hieß es dem „Tagesspiegel“ zufolge, hinter dem Fonds stünden vor allem britische Investoren, etwa Pensionskassen. Die Preise für Immobilien in Berlin seien viel niedriger als zum Beispiel in London oder Paris. Erwartet werde ein starker Preisanstieg.

Als erste deutsche Kommune hatte Dresden sich kürzlich entschieden, seinen kompletten Wohnungsbestand zu verkaufen. 48 000 Wohnungen der städtischen Wohnungsgesellschaft WOBA gehen für 1,7 Milliarden Euro an den US-Finanzinvestor Fortress.

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