Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.01.2009

16:46 Uhr

Offene Immobilienfonds

Was das Gesetz den Immobilienfonds erlaubt

VonReiner Reichel

Wann darf die Rücknahme von Immobilienfonds ausgesetzt werden? Zu welchem Preis dürfen Immobilien verkauft werden? Und wie hoch darf sich ein Immobilienfonds verschulden? Hier finden Sie die Antworten.

Wann darf die Rücknahme von Fondsanteilen ausgesetzt werden? Treten außergewöhnliche Umstände ein, kann eine Kapitalanlagegesellschaft die börsentägliche Rücknahme von Anteilen aussetzen. Dies muss im Interesse der Anleger geschehen, schreibt das Investmentgesetz (InvG) vor. Rapide Mittelabflüsse wie im Oktober 2008 sind ein solcher außergewöhnlicher Umstand. Die Dauer der Aussetzung ist in den Geschäftsbedingungen geregelt und beträgt bei den meisten Fonds drei Monate. Gelingt es einem Fonds nicht, bis zum Ablauf dieser selbst gewählten Frist genügend liquide Mittel aufzubauen, kann er zunächst bis zu einem Jahr die Rücknahme der Anteile verweigern. Der Fonds ist verpflichtet, in dieser Zeit Immobilien zu verkaufen. Die Jahresfrist kann auf zwei Jahre verlängert werden. (§ 37, 81 InvG)

Zu welchem Preis dürfen Immobilien verkauft werden? Gebäude dürfen nicht unter dem von unabhängigen Sachverständigen ermittelten Wert verkauft werden. In der Praxis toleriert die Aufsicht Abschläge von bis zu fünf Prozent. (§ 82 InvG)

Wie hoch darf sich ein Immobilienfonds verschulden? Das Immobilienvermögen darf maximal zu 50 Prozent beliehen werden. Zusätzlich dürfen kurzfristige Kredite bis zu zehn Prozent des Fondsvermögens aufgenommen werden. (§ 82, 53 InvG)

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×