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28.01.2015

20:00 Uhr

Paris

Billiger wohnen am Ufer der Seine

VonTanja Kuchenbecker

In Frankreich gehen die Preise langsam zurück. Gesetzliche Mietpreisgrenzen und Steuern haben die Nachfrage schrumpfen lassen.

In Frankreich gehen die Immobilienpreise langsam zurück. Reuters

In Frankreich gehen die Immobilienpreise langsam zurück.

ParisDie jungen Käufer um die 30 Jahre sind zurück auf dem französischen Wohnungsmarkt, um ihre erste Immobilie zu kaufen, und das sogar im teuren Paris. Der Grund: Zu den extrem niedrigen Zinsen kommt seit drei Jahren ein leichter Rückgang der Kaufpreise in Frankreich, auch wenn das gemessen an der Verdoppelung der Kosten für Wohnimmobilien zwischen 1997 und 2011 wenig erscheinen mag. In den vergangenen 15 Jahren haben sich die Wohnungspreise in der französischen Hauptstadt sogar verdreifacht.

Der durchschnittliche Kaufpreis pro Quadratmeter hat sich in Paris jetzt um unter 8000 Euro eingependelt. Nach einem leichten Rückgang von 2,8 Prozent im französischen Durchschnitt im Jahr 2014 werden für 2015 noch einmal bis zu drei Prozent Preisabschlag in Paris und bis zu fünf Prozent in Frankreich erwartet. Seit 2011 sind die Preise in Paris um neun Prozent gefallen, in Marseille sogar um fast 13 Prozent. „Der Markt pendelte die Exzesse von 1997 bis 2011 langsam nach unten aus“, sagt Sébastien de Lafond, Chef der Internetseite Meilleursagents.com.

Die Nachfrage in Frankreich hat nachgelassen. Grund dafür sind laut Immobilienexperten die unsicheren Steueraussichten und Mietpreisdeckelungen für Immobilienbesitzer, seitdem die Sozialisten an der Macht sind. Abgesehen von der Hauptstadt gibt es in vielen Städten mittlerweile weniger Nachfrage als Angebot. Käufer können deshalb zum ersten Mal seit langer Zeit wieder ansehnliche Rabatte aushandeln.

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Im Jahr 2015 sollen die Häuserpreise nur moderat steigen. Dem überhitzten Markt brachte eine neue Hypothekenregelung eine Abkühlung.

Auch für Mieter gibt es gute Neuigkeiten. Zumindest stiegen die Mietpreise 2014 nicht mehr. Im Zentrum von Paris liegen sie bei 40 Euro pro Quadratmeter, in den umliegenden Arrondissements im Durchschnitt bei 33 Euro. Für ganz Frankreich ermittelten die Statistiker zuletzt im Mittel eine Miete von 614 Euro inklusive Nebenkosten für 47 Quadratmeter, in Paris bekommt man dafür allerdings gerade einmal 16 Quadratmeter. Am günstigsten wohnt es sich in Westfrankreich in der Region Poitou-Charentes. Dort bekommt man für die Durchschnittsmiete 77 Quadratmeter.

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