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20.06.2012

17:10 Uhr

Patrizia Immobilien

Übernahmen sollen den Umsatz steigern

Patrizia Immobilien will in diesem Jahr das operative Ergebnis kräftig steigern. Dies soll mit mehreren neuen Fonds und Übernahmen gelingen. Außerdem will das Unternehmen internationaler werden.

Patrizia Immobilien will das operative Ergebnis ankurbeln. PATRIZIA Immobilien AG

Patrizia Immobilien will das operative Ergebnis ankurbeln.

München/AugsburgDie Immobiliengesellschaft Patrizia will dieses Jahr deutlich mehr verdienen und unabhängiger von Fremdmitteln werden. Das operative Ergebnis solle um 20 Prozent ausgebaut werden, womit dann 20 Millionen Euro drin seien, sagte Finanzchef Arwed Fischer am Mittwoch laut Redetext auf der Hauptversammlung des Augsburger Konzerns.

Das Unternehmen will mehrere neue Fonds auflegen und Übernahmen mit Co-Investoren forcieren. Im Februar hatte Patrizia zusammen mit Versicherern und Pensionskassen von der Landesbank Baden-Württemberg 21.000 Wohnungen, vor allem im Südwesten Deutschlands, erworben, und damit für Furore gesorgt.

Bayerns größte Wohnungsbaugesellschaft GBW wurde nicht erwähnt. Patrizia sei aber weiter sehr interessiert an einem Kauf, sagte ein Unternehmenssprecher. Die BayernLB muss die GBW auf Anordnung Brüssels hin verkaufen. Über deren Zukunft wird wahrscheinlich in einem Ausschreibungsverfahren entschieden.

Fischer betonte zudem, die Eigenkapital-Quote dieses Jahr auf über 30 Prozent hieven zu wollen. Ende März waren es gut 29 Prozent. „Erheblich dazu beitragen soll eine erneute Rückführung der Bank-Kredite um zirka 150 bis 200 Millionen Euro in diesem Geschäftsjahr." Eine bessere Ausstattung mit Eigenmitteln hilft bei großen Deals und ist Voraussetzung für Dividendenzahlungen an die Aktionäre.

Die Augsburger planen außerdem, künftig verstärkt international zu agieren. Deutschland werde zwar der Kernmarkt bleiben, sagte der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsgesellschafter, Wolfgang Egger, bei der Hauptversammlung. Die rund 500 Mitarbeiter zählende Gesellschaft wolle sich aber nicht auf die Bundesrepublik beschränken. Standorte in Luxemburg, Schweden und Großbritannien gebe es bereits. „Weitere Büros werden folgen“, sagte Egger. Aktionäre äußerten die Sorge, Patrizia könnte sich bei stärkerer Internationalisierung verzetteln.

Egger sprach zudem die Unsicherheit von Anlegern in Krisenzeiten an und beruhigte die Aktionäre. Bei Immobilien hätten die Krisen zu einem neuen Boom geführt. „Wir sind heute in einer Zeit, in der Immobilien als Vermögensgut - sei es für den Investor oder den Eigennutzer - eine außergewöhnlich große Bedeutung haben.“

Kommentare (1)

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Notredame

21.06.2012, 10:14 Uhr

Liebe Patrizia AG,

vielleicht können Sie ja einmal Kontakt zu Herrn Dr. Kahrmann von der CBB Holding AG i.L. oder besser noch mit dem Insolvenzverwalter Herrn Dr. Niering aufnehmen. Da wird noch ein Investor gesucht. Es besteht da noch ein nutzbarer Verlustvortrag von knapp 1 Mrd. Euro.
Das könnte doch für ein Unternehmen ihrer Größe interessant sein.
Mit freundlichen Grüßen
ein sehr frustierter CBB Aktionär

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