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01.01.2008

10:00 Uhr

Preise und Zinsen 2008

Solide Zeiten für Häuslebauer

VonAnke Henrich
Quelle:WirtschaftsWoche Online

In vielen Lagen steigen die Häuserpreise, eine Krise ist unwahrscheinlich, Baugeld bleibt günstig. Was Anleger über Immobilien 2008 wissen müssen.

Häuslebauer gehen immer noch guten Zeiten entgegen. Foto: Archiv

Häuslebauer gehen immer noch guten Zeiten entgegen. Foto: Archiv

Eigentlich sieht es gar nicht gut aus im neuen Jahr. Die weltweite Finanzkrise, die durch marode US-Hypothekenkredite ausgelöst wurde und jetzt auch deutsche Banken belastet, könnte die Vergabe von Baukrediten erschweren, vielleicht sogar wegen des vermeintlichen Risikos verteuern. Die Immobilienpreise könnten – so wie in den USA, England, Spanien geschehen – auch hierzulande fallen. Eigentlich, denn tatsächlich sieht es aus, als streiften diese Gewitterfronten deutsche Immobilienbesitzer und -käufer nur am Rande.

Wertentwicklung: Dass die deutschen Häuserpreise fallen, sei unwahrscheinlich, sagt Renate Szameitat, Geschäftsführerin des Beratungsinstituts Gewos: "Die Zahl der Baugenehmigungen sinkt wegen der eingeschränkten staatlichen Förderung, zeitgleich steigt noch immer die Zahl der Haushalte ebenso wie deren durchschnittlicher Flächenverbrauch. Die niedrigen Leerstände stützen die Nachfrage zusätzlich."

Dieser preistreibende Mechanismus gilt aber längst nicht mehr nur in prosperierenden Ballungszentren. Die drei Städte mit den höchsten Wertsteigerungen in diesem Jahr liegen im Osten: Schwerin, Zwickau, Magdeburg, gefolgt von Osnabrück, Pforzheim und Konstanz (siehe Tabelle). Der Grund für diesen Sonnenaufgang im Osten: "Weil nach der Steuerhysterie zehn Jahre lang dort kaum noch gebaut wurde, steigt nun wieder die Nachfrage", so Andreas Schulten, Vorstand im Analyseunternehmen BulwienGesa.

Schulten warnt vor dem Glauben, dass es auch mit Deutschlands klassisch teuersten Städten – München, Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg – auf ewig so weiterginge: "Die schon wieder ausgerufene Nachfragehysterie ist Unsinn: Einige Stadtteile brummen, wie Schwabing, Prenzlauer Berg oder Unterbilk in Düsseldorf, aber längst nicht die gesamte Stadt." Von solchen Hotspots abgesehen, ist die Wertentwicklung in Deutschland seit Jahren mau. Beruhigend immerhin laut dem neutralen Schulten: "Eine Blase wie in England oder Spanien hat es bei uns nie gegeben."

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