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10.02.2014

12:24 Uhr

REITs

„Ein paar Milliarden Dollar sind irrelevant“

Sam Wells, einer der Gründerväter und maßgeblichen Player auf den Markt für Real Estate Investment Trusts erwartet eine Fusionswelle in den USA. Viele Unternehmen seien einfach zu klein, sagt der heute 72-Jährige.

Häusermarkt USA: Die von Sam Wells gegründete Gesellschaft Equity Residential ist der größte Wohnungsvermieter in den USA. dpa

Häusermarkt USA: Die von Sam Wells gegründete Gesellschaft Equity Residential ist der größte Wohnungsvermieter in den USA.

Er gründete Firmen wie Equity Residential, dem inzwischen größten börsennotierten Wohnungsvermieter in den USA, und Equity Office Properties Trust, einem der größten Anbieter für Büroimmobilien. Denn Sam Zells trug in den USA, aber auch in Schwellenländern wesentlich zu dem Aufstieg von Real Estate Investment Trusts bei – kurz REITs genannt. In diesen Markt haben Anleger heute weltweit Billionen investiert.

REITs sind grundsätzlich börsennotierte Immobiliengesellschaften, die einer strengen Aufsicht unterliegen und steuerbegünstigt sind. Sie wurden erstmals 1960 in den USA zugelassen, um den Markt für Kleinanleger zugänglich zu machen.

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Im kommenden Jahr dürften die Mietpreise in den deutschen Top-Städten weiter anziehen. Auch Kaufpreise werden in die Höhe gehen. Der Immobilienboom geht weiter – vor allem als Geldanlage wird Eigentum beliebter.

„Bei REITs wird es über die nächsten 20 Jahre hinweg eine Konsolidierung geben,“ sagte der Investor und Milliardär Sam Zell er in einem Interview mit Bloomberg Television. Jene Unternehmen mit ein „paar Milliarden“ Dollar an Wert sind seiner Meinung nach „irrelevant“. Es mangele ihnen an Größe sie könnten kein Kapital in den Immobilienmarkt hineinführen.

„Wenn man nicht die Größe hat, dann hat man nicht die Liquidität“, sagte Zell. Nur etwa 30 REITs würden über das nötige Volumen verfügen, um einen Einfluss auf den Markt auszuüben. Es seien vor allem die größeren REITs die das Immobilienwachstum in der Zukunft anführen werden.

Städte mit dem besten Risiko-Rendite-Profil

Das Ranking

Neben der Rendite ist das Risiko bei der Wahl des Standortes entscheidend. Dazu analysierte die Immobilienberatung Wüest & Partner Mietniveau, Wohnkostenbelastungsquote, Arbeitslosenquote, Versorgungsquote am Wohnungsmarkt, Leerstandsquote, historische Bevölkerungs- und Haushaltsentwicklung und Haushaltsprognose.

1. Paderborn

Rendite 2013 (2006): 8 % (8%)
Risiko-Index 2013 (2006): 2 (1,7)
Weitere Kennzahlen:
Einwohner: 147.688
Medianmieten (Euro/qm/Monat): 6,17 Euro
Arbeitslosenquote (Januar 2013): 6,6 %
Bevölkerungsentwicklung (2006-2011): 2,4 %
Entwicklung der Haushalte (2008-2013): 3,6 %
Haushaltsprognose (2013-2028): 13,3 %

2. Heilbronn

Rendite 2013 (2006): 7,1 % (7,8%)
Risiko-Index 2013 (2006): 1,9 (1,9)
Weitere Kennzahlen:
Einwohner: 124.257
Medianmieten (Euro/qm/Monat): 7,30 Euro
Arbeitslosenquote (Januar 2013): 6,8 %
Bevölkerungsentwicklung (2006-2011): 2,4 %
Entwicklung der Haushalte (2008-2013): 3,5 %
Haushaltsprognose (2013-2028): 11,9 %

3. Leverkusen

Rendite 2013 (2006): 9,4 % (9,5%)

Risiko-Index 2013 (2006): 2,6 (2,8)

Weitere Kennzahlen:

Einwohner: 161.195

Medianmieten (Euro/qm/Monat): 6,73 Euro

Arbeitslosenquote (Januar 2013): 8,2 %

Bevölkerungsentwicklung (2006-2011): -0,1 %

Entwicklung der Haushalte (2008-2013): 0,1 %

Haushaltsprognose (2013-2028): 5,4 %

4. Münster

Rendite 2013 (2006): 7,1 % (7,6%)

Risiko-Index 2013 (2006): 2,0 (2,2)

Weitere Kennzahlen:

Einwohner: 291.754

Medianmieten (Euro/qm/Monat): 8,71 Euro

Arbeitslosenquote (Januar 2013): 6,2 %

Bevölkerungsentwicklung (2006-2011): 7,2 %

Entwicklung der Haushalte (2008-2013): 4,2 %

Haushaltsprognose (2013-2028): 12,3 Prozent

5. Ludwigshafen am Rhein

Rendite 2013 (2006): 8,1 % (8,1%)

Risiko-Index 2013 (2006): 2,3 (2,5)

Weitere Kennzahlen:

Einwohner: 165.560

Medianmieten (Euro/qm/Monat): 6,67 Euro

Arbeitslosenquote (Januar 2013): 9,3 %

Bevölkerungsentwicklung (2006-2011): 1,2 %

Entwicklung der Haushalte (2008-2013): 1,8 %

Haushaltsprognose (2013-2028): 11,0 %

6. Oldenburg

Rendite 2013 (2006): 7,5 % (7,5%)

Risiko-Index 2013 (2006): 2,2 (1,9)

Weitere Kennzahlen:

Einwohner: 162.481

Medianmieten (Euro/qm/Monat): 7,26 Euro

Arbeitslosenquote (Januar 2013): 8,5 %

Bevölkerungsentwicklung (2006-2011): 2,2 %

Entwicklung der Haushalte (2008-2013): 3,1 %

Haushaltsprognose (2013-2028): 14,3 %

7. Moers

Rendite 2013 (2006): 8,5 % (8,9 %)

Risiko-Index 2013 (2006): 2,5 (2,6)

Weitere Kennzahlen:

Einwohner: 105.102

Medianmieten (Euro/qm/Monat): 5,94 Euro

Arbeitslosenquote (Januar 2013): 7,4 %

Bevölkerungsentwicklung (2006-2011): -1,9 %

Entwicklung der Haushalte (2008-2013): -0,5 %

Haushaltsprognose (2013-2028): 8,0 %

8. Pforzheim

Rendite 2013 (2006): 7,7 % (8,5 %)

Risiko-Index 2013 (2006): 2,2 (1,9)

Weitere Kennzahlen:

Einwohner: 120.709

Medianmieten (Euro/qm/Monat): 6,43 Euro

Arbeitslosenquote (Januar 2013): 8,5 %

Bevölkerungsentwicklung (2006-2011): 1,3 %

Entwicklung der Haushalte (2008-2013): 5,0 %

Haushaltsprognose (2013-2028): 5,9 %

9. Recklinghausen

Rendite 2013 (2006): 9,8 % (9,5 %)

Risiko-Index 2013 (2006): 2,9 (3,0)

Weitere Kennzahlen:

Einwohner: 117.672

Medianmieten (Euro/qm/Monat): 5,07 Euro

Arbeitslosenquote (Januar 2013): 11,1 %

Bevölkerungsentwicklung (2006-2011): -3,2 %

Entwicklung der Haushalte (2008-2013): -0,9 %

Haushaltsprognose (2013-2028): 3,9 %

10. Reutlingen

Rendite 2013 (2006): 7,0 % (7,5 %)

Risiko-Index 2013 (2006): 2,1 (1,8)

Weitere Kennzahlen:

Einwohner: 112.735

Medianmieten (Euro/qm/Monat): 7,94 Euro

Arbeitslosenquote (Januar 2013): 4,2 %

Bevölkerungsentwicklung (2006-2011): 0,3 %

Entwicklung der Haushalte (2008-2013): 3,2 %

Haushaltsprognose (2013-2028): 15,7 %

Daten von Bloomberg News zufolge gibt es in den USA derzeit mehr als 200 börsennotierte REITs. In  Deutschland sind REITs erst seit 2007 zugelassen und haben nicht die Bedeutung wie in den USA, wo jetzt die Fusionswelle erwartet wird.

Zell macht sich keine Sorgen, dass steigende Zinsen den Märkten für Wohn- oder Gewerbeimmobilien schaden könnten: „Steigende Zinsen werden einen leicht negativen Effekt haben, keinen katastrophalen“.


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