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20.07.2015

11:16 Uhr

Rekord-Verkäufe

Europas Banken trennen sich von Immobilienkrediten

Forderungen und Vermögenswere aus Immobilienkrediten in Höhe von 74 Milliarden Euro stehen zum Verkauf – neuer Rekord. Europäische Banken und Vermögensverwalter wollen ihre Bestände an faulen Immobilienpapieren abbauen.

Im ersten Halbjahr wurden bereits Immobilienkredite im Wert von 23,5 Milliarden Euro verkauft. dpa

Immobilienkredit

Im ersten Halbjahr wurden bereits Immobilienkredite im Wert von 23,5 Milliarden Euro verkauft.

LondonEuropäische Banken und Vermögensverwalter suchen nach einem an diesem Montag veröffentlichten Bericht Käufer für 74 Milliarden Euro an Forderungen und Vermögenswerten aus ihren Immobilien-Portfolios. Das wäre ein neuer Rekord. Mit den Verkäufen sollen die Bestände an notleidenden Krediten abgebaut werden.

Im ersten Halbjahr wurden Immobilienkredite im Wert von 23,5 Milliarden Euro verkauft, heißt es in dem Bericht des Brokers Cushman & Wakefield aus New York. Das seien zwar 42 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, doch einige größere Transaktionen befänden sich bereits in Planung.

„Hinter den Kulissen finden rege Vorbereitungen statt, da wichtige Verkäufer 'Mega-Deals' für die zweite Jahreshälfte vorbereiten“, wird Frank Nickel, Partner bei dem Broker, in der Mitteilung zitiert. „Investoren werden vor Ende dieses Jahres eine Menge Gelegenheiten bei notleidenden Aktiva haben.“

Die Kreditverkäufe werden dem Bericht zufolge durch britische Banken und die irische National Asset Management Agency vorangetrieben. Italien, Rumänien und Polen werden wahrscheinlich „Bad Banks“ einrichten, um beim Verkauf der faulen Immobilienpapiere zu helfen, erwartet Cushman & Wakefield. Grund sei der Erfolg solcher Modelle in ganz Europa und die weiterhin starke Nachfrage seitens der Investoren.

Kommentare (1)

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20.07.2015, 16:13 Uhr

In Anbetracht der tendenziell steigenden Zinsen verknappen sich die Margen auch alter Kredite und es muß mit Um-und Nachfinanzierungsbedarf beim Kunden gerechnet werden, was die Sache nicht besser macht.
Refi-Spannen schrumpfen und neue Kredite werden blockiert. Also fort mit dem ollen Kram - solange es noch geht. Bald - wohl im September - ist es vorbei mit den rosigen Zeiten der staatlich und notanbanklichen Manipulation, so langsam jedenfalls.

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