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17.01.2014

09:14 Uhr

Schweiz

Währungshüter sieht Risiken im Immobilienmarkt

Die lockere Geldpolitik der SNB hat zu einem Immobilien-Boom in der Schweiz geführt. Das Ziel der Preisstabilität macht die notwendigen Zinserhöhungen unmöglich.

Thomas Jordan, Präsident des Direktoriums der SNB, sagt: „Am Hypothekar- und Immobilienmarkt entwickeln sich Ungleichgewichte, die ein Risiko für die Finanzstabilität bilden.“ Reuters

Thomas Jordan, Präsident des Direktoriums der SNB, sagt: „Am Hypothekar- und Immobilienmarkt entwickeln sich Ungleichgewichte, die ein Risiko für die Finanzstabilität bilden.“

Das Ziel der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Preisstabilität zu gewähren, erlaubt auf absehbare Zeit keine Zinserhöhungen, um die Ungleichgewichte auf dem Immobilienmarkt zu bekämpfen. Das erklärte Thomas Jordan, Präsident des Direktoriums der SNB, am späten Donnerstag in einer Rede in Zürich.

„Am Hypothekar- und Immobilienmarkt entwickeln sich Ungleichgewichte, die ein Risiko für die Finanzstabilität bilden”, sagte Jordan laut Redetext. „Diesem Risiko könnte grundsätzlich durch höhere Zinsen begegnet werden. Doch lässt das übergeordnete geldpolitische Ziel der Preisstabilität auf absehbare Zeit keinerlei Zinserhöhungen zu.”

Weltweite Währungsreserven

2004

Gesamt: 2,655 Billionen

US Dollar: 1,739 Billionen (65,45 %)
Britisches Pfund: 0,093 Billionen (3,50 %)
Yen: 0,114 Billionen (4,29 %)
Schweizer Franken: 0,004 Billionen (0,15 %)
Euro: 0,655 Billionen (24,67 %)

2005

Gesamt: 2,844 Billionen

US Dollar: 1,891 Billionen (66,49 %)
Britisches Pfund: 0,107 Billionen (3,76 %)
Yen: 0,113 Billionen (3,97 %)
Schweizer Franken: 0,004 Billionen (0,14 %)
Euro: 0,679 Billionen (23,87 %)

2006

Gesamt: 3,315 Billionen

US Dollar: 2,158 Billionen (65,10 %)
Britisches Pfund: 0,15 Billionen (4,52 %)
Yen: 0,115 Billionen (3,47 %)
Schweizer Franken: 0,006 Billionen (0,18 %)
Euro: 0,827 Billionen (24,95 %)

2007

Gesamt: 4,119 Billionen

US Dollar: 2,631 Billionen (63,87 %)
Britisches Pfund: 0,199 Billionen (4,83 %)
Yen: 0,131 Billionen (3,18 %)
Schweizer Franken: 0,006 Billionen (0,15 %)
Euro: 1,076 Billionen (26,12 %)

2008

Gesamt: 4,21 Billionen

US Dollar: 2,685 Billionen (63,78 %)
Britisches Pfund: 0,178 Billionen (4,23 %)
Yen: 0,146 Billionen (3,47 %)
Schweizer Franken: 0,14 Billionen (0,15 %)
Euro: 1,104 Billionen (26,22 %)

2009

Gesamt: 4,59 Billionen

US Dollar: 2,848 Billionen (62,05 %)
Britisches Pfund: 0,195 Billionen (4,25 %)
Yen: 0,133 Billionen (2,90 %)
Schweizer Franken: 0,005 Billionen (0,11 %)
Euro: 1,27 Billionen (27,67 %)

2010

Gesamt: 5,163 Billionen

US Dollar: 3,193 Billionen (61,84 %)
Britisches Pfund: 0,203 Billionen (3,93 %)
Yen: 0,189 Billionen (3,66 %)
Schweizer Franken: 0,007 Billionen (0,14 %)
Euro: 1,343 Billionen (26,01 %)

2011

Gesamt: 5,652 Billionen

US Dollar: 3,525 Billionen (62,37 %)
Britisches Pfund: 0,217 Billionen (3,84 %)
Yen: 0,204 Billionen (3,61 %)
Schweizer Franken: 0,004 Billionen (0,07 %)
Euro: 1,394 Billionen (24,66 %)

2012

Gesamt: 6,085 Billionen

US Dollar: 3,715 Billionen (61,05 %)
Britisches Pfund: 0,245 Billionen (4,03 %)
Yen: 0,248 Billionen (4,08 %)
Schweizer Franken: 0,018 Billionen (0,30 %)
Euro: 1,477 Billionen (24,27 %)

2013 (Q3)

Gesamt: 6,191 Billionen

US Dollar: 3,803 Billionen (61,43 %)
Britisches Pfund: 0,242 Billionen (3,91 %)
Yen: 0,239 Billionen (3,86 %)
Schweizer Franken: 0,017 Billionen (0,27 %)
Euro: 1,496 Billionen (24,16 %)

Die SNB hatte den Leitzins bereits auf null gesetzt und im September 2011 zudem einen Mindestkurs von 1,20 Franken je Euro eingeführt. Das Versprechen, den Mindestkurs zu verteidigen, wurde von Jordan im Dezember bekräftigt.

„Der Mindestkurs stellt keine Annäherung und schon gar keine Anbindung an den Euro dar. Vielmehr sichert er unserem Land angemessene monetäre Bedingungen in einem nach wie vor äußerst schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Dabei ist der Franken weiterhin hoch bewertet”, sagte Jordan in seiner Rede am Donnerstag.

Die lockere Geldpolitik der SNB hatte dazu geführt, dass Hypotheken günstig blieben und es zu einem Immobilien-Boom im Land kam.

Vor diesem Hintergrund hat die SNB bereits die Alarmglocken geläutet. Banken müssen jetzt einen Kapitalpuffer von 1 Prozent der Aktiva mit Hypothekenbezug vorhalten. Die Anforderung, die im vergangenen Jahr von der Regierung auf Bitte der SNB eingeführt worden war, kann im Bedarfsfall auf bis zu 2,5 Prozent erhöht werden.

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