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19.02.2012

11:57 Uhr

Selbstschutz

Wie sie das Haus vor Einbrechern schützen

VonReiner Reichel

Deutschland wird unsicherer. Trotz steigender Einbruchszahlen und sinkender Aufklärungsquote durch die Polizei geben Hausbesitzer zu wenig für Sicherheitstechnik aus. Wie Hausbesitzer ihr Eigentum absichern.

Die Wohnungseinbrüche nehmen zu, doch die Hauseigentümer sparen an der Sicherheitstechnik. picture alliance / dpa

Die Wohnungseinbrüche nehmen zu, doch die Hauseigentümer sparen an der Sicherheitstechnik.

DüsseldorfHundertmal gesehen: Der Kommissar im Krimi hat keinen Durchsuchungsbeschluss für das Apartment des Tatverdächtigen bekommen. Also knackt er das Türschloss und ist ruck, zuck in der Wohnung. Nur gut für die Film-Ermittler, dass die Ganoven ihre Wohnungen schlecht gegen Einbruch gesichert haben - wie die meisten Deutschen. Denn Sicherheit kostet Geld, und das wollen nur wenige ausgeben. „Die Versicherung zahlt ja“, lautet die Devise der Kunden, über die die Assekuranzbranche nicht gerne spricht.

Rund 130 Anbieter von Hausratversicherungen machen sich in Deutschland Konkurrenz. Das hält die Prämien - so die Sicht der Branche - niedrig. Sicherheitstechnik für vierstellige Summen nachzurüsten, scheint deshalb für kühl rechnende Besitzer von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern wenig lohnend. „Darüber wird nur nachgedacht, wenn ins eigene Haus oder das des Nachbarn gerade eingebrochen wurde. Aber auch das hält nur vier Wochen an“, sagt ein Versicherungsexperte.

Und so verhallen Aufrufe der Kriminalpolizei, doch mehr zu tun, um Einbrüche zu verhindern. Die Aufrufe kommen nicht von ungefähr. Die Zahl der Einbrüche steigt, die Aufklärungsquote sinkt. Im Jahr 2010 zählte das Bundeskriminalamt etwa 121.000 Wohnungseinbrüche. Die Aufklärungsquote betrug 16 Prozent. Zahlen für das vergangene Jahr liegen noch nicht vor. Die Erfahrung der Polizei lehrt zweierlei: Erstens werden die meisten Aufbrüche von Gelegenheitsdieben begangen, und zweitens gibt der Einbrecher nach fünf Minuten auf. Die Versicherer ersetzen aber auch Schäden gescheiterter Einbrüche.

„Dem typischen Besitzer eines eine halbe Million Euro teuren Eigenheims genügen meist einbruchhemmende Türen, Fenster und Rollläden. Alarmanlagen sind in dieser Preisklasse selten“, sagt Florian Gross, Geschäftsführer von Engel & Völkers Residential.

Kunden, die aufgrund ihres gesellschaftlichen Status und der Lage ihres Wohnhauses höhere Sicherheitsanforderungen stellten, seien bereit dafür zu zahlen, weil sie das Gebäude anderenfalls nachrüsten müssten, gibt Tom Kirst, geschäftsführender Gesellschafter des auf Luxusimmobilien spezialisierten Maklers Dahler & Company zu verstehen.

Kommentare (3)

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KFR

19.02.2012, 12:47 Uhr

Einfach ein Schild anbringen :
" liebe Einbrecher, hier ist nix zu holen, Spenden mit Adresse zwecks Zusendung steuerabzugfähiger Quittung bitte im Briefkasten hinterlassen ".

Account gelöscht!

19.02.2012, 13:49 Uhr

Wo BUSSGELDER kassiert werden können sind Polizei und Zoll sofort zur Stelle. Ja, der Staat braucht immer mehr Geld - oder zur endlosen Beobachtung von Extremisten sind sie blockiert.

Einbruch und Diebstahl werden ja von de rVersicherung ersetzt und eingesperrt im Knast kosten die Kriminellen viel zu viel Geld.

Bewährungsstrafen werden von den Richtern an Dauer-Kriminelle ausgesprochen und die lachen sich kaputt darüber. Wenn die Polizeit (ausversehen) mal jemanden schnappt, wird der Ausweis kontrolliert und wieder nach hause geschickt.

Das ist der Pseudo-Rechtsstaat in Deutschland.

Jens

23.02.2012, 16:36 Uhr

Ich habe mir ein Mini-Keeper Alarmsystem zugelegt und damit für 200,-€ den "Selbstschutz" organisiert. Funktioniert gut und erzeugt keine weiteren Kosten!

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