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20.11.2015

11:09 Uhr

Skiressorts

Der Quadratmeter so teuer wie ein Kleinwagen

VonReiner Reichel

Zu schön, um sie wegen ein paar Skischwüngen zu verlassen. Zu teuer, um nur zwei Winterwochen darin zu wohnen. Und zu prestigeträchtig, um darauf zu verzichten: Die noblen Chalets in den Top-Skigebieten der Alpen.

Wer hier einen Luxusimmobilie erwerben möchte, sollte mit Preisen von 31220 Euro je Quadratmeter für Spitzenobjekte kalkulieren. AFP

Schweizer Skiort Gstaad

Wer hier einen Luxusimmobilie erwerben möchte, sollte mit Preisen von 31220 Euro je Quadratmeter für Spitzenobjekte kalkulieren.

„Schifoan is des leiwaundste, wos ma sich nur vurstelln kann!“ Wolfgang Ambros‘ Skifahrerhymne wird in den nächsten Wochen wie jedes Jahr vielstimmig aus hunderten Skihütten erklingen. Aber das schönste, was man sich nur vorstellen kann, lässt sich noch steigern, wenn man vor dem bestens eingerichteten Chalet die Ski anschnallen und zur Piste schwingen kann.

Billiger wird das Vergnügen für die Käufer von Apartments in den Top-Skiregionen aber auch in diesem Jahr nicht werden – außer für die Wintersportler aus Großbritannien. Die profitieren vom gegenüber dem Euro starken Pfund. Ihnen eröffneten sich nun Investitionschancen in Frankreich, Österreich und Italien, analysiert der Immobiliendienstleister Savills.

Wer im Ausland nach deutschen Immobilien sucht

Die ausländischen Käufer

Deutsche Immobilienvertriebe verkaufen bereits bis zu 40 Prozent ihrer Wohnungen an Kapitalanleger im Ausland. Die Suche ist Dank Internet einfach. Die Motive der Käufer sind unterschiedlich. Manche suchen schlicht nach einer Ferienwohnung. Anleger aus Krisenländern dagegen suchen oft nach Möglichkeiten, ihr Geld zu retten. Die Mitglieder der folgenden Staaten suchen im Internet am häufigsten nach deutschem Betongold. Quelle: realbest.de

Polen

Anzahl der Suchanfragen: 1450

Frankreich

Anzahl der Suchanfragen: 1290

USA

Anzahl der Suchanfragen: 650

Brasilien

Anzahl der Suchanfragen: 420

Italien

Anzahl der Suchanfragen: 230

Schweden

Anzahl der Suchanfragen: 190

Spanien

Anzahl der Suchanfragen: 160

Portugal

Anzahl der Suchanfragen: 120

Dank einer florierenden lokalen Wirtschaft seien die Immobilienpreise in den österreichischen Skiorten seit 2008 um 41 Prozent gestiegen, stellt das britische Maklerhaus fest. „Investitionen in die Infrastruktur der Skigebiete und das Investoreninteresse zeigen, das hier noch Spielraum für eine Preisentwicklung nach oben besteht“, resümieren die Savills-Experten. Zumal Österreichs Ferienwohnungen mit Quadratmeterpreisen zwischen 5000 und 7000 Euro geradezu Schnäppchen sind, gemessen an den Preisen in den Top-Skiorten Frankreichs und der Schweiz.

Wer in Courchevel 1850 seine Schwünge über die 150 Pistenkilometer des Ortes aus einer Luxusimmobilien heraus beginnen möchte, sollte mit Preisen von 31340 Euro je Quadratmeter für Spitzenobjekte kalkulieren. Der Ort führt den Savills Ultra-Prime Ski Ressort Index an. Viel billiger wird es in Gstaad mit 31220 Euro auch nicht. Ohnehin hat der der starke Franken die Schweizer Chalets teuer gemacht. In St. Moritz, Zermatt und Verbier, den nächstteureren Skiorten muss der Käufer für die Luxus-Hütte auch mindestens 25000 Euro hinlegen.

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