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29.05.2014

11:47 Uhr

Spektakuläre Baustelle

Manhattan bekommt neues Wolkenkratzer-Viertel

Im Westen von Manhattan befinden sich die beiden spektakulärsten Baustellen in New York. Sobald die Projekte fertig sind, sollen dort 17 Wolkenkratzer stehen. Die Bauherren träumen schon vom neuen Herzstück der Stadt.

In Sichtweite des Hudson River entsteht das neue Wolkenkratzer-Viertel. ap

In Sichtweite des Hudson River entsteht das neue Wolkenkratzer-Viertel.

New York„Der bereitet mir schlaflose Nächte“, sagt Dennis Friedrich und zeigt auf einen großen Kran. Das sieben Millionen Dollar (fünf Millionen Euro) teure Ungetüm soll 16 rund 73 Meter lange Betonträger bewegen, die die Grundlage für die Plattform über dem Bahngelände zwischen der 32. und 33. Straße in Manhattan bilden sollen. Ein Großteil der Arbeit wird nachts gemacht, wenn nur wenige Züge, die den Bahnhof Penn Station bedienen, unterwegs sind.

Friedrich ist Chef des US-Immobilienunternehmens Brookfield Office Properties. Seine Firma ist Bauträger des Projekts Manhattan West, unmittelbar daneben befindet sich die Großbaustelle Hudson Yards. Im Jahr 2024 sollen beide Baustellen fertiggestellt sein und ein neues Zentrum bilden.

Jahrelang hatte das Gebiet in Manhattan den Spitznamen „Wilder Westen“ - wegen seiner geografischen Lage im New Yorker Stadtbezirk und weil sich dort, abgesehen von den Gleisanlagen, Lagerhäusern und ein paar verfallenen Industriekomplexen, nichts befand. Der neue Spitzname lautet jetzt: „Hongkong am Hudson River“.

Insgesamt 20 Gebäude sollen hier einmal stehen, davon 17 Wolkenkratzer. Nach ihrer Fertigstellung in zehn Jahren werden zwei Millionen Quadratmeter Wohn- und Bürofläche zur Verfügung stehen. Insgesamt sind 6000 Wohneinheiten geplant, die übrige Fläche werden Unternehmen nutzen.

„Es wird ein neues Herzstück von New York sein“, schwärmt Michael Samuelson, einer der Verantwortlichen für das 20-Milliarden-Dollar Projekt Hudson Yards, das von zwei Immobilienunternehmen getragen wird. Das Manhattan-West-Vorhaben hat einen Umfang von 4,5 Milliarden Dollar (3,3 Milliarden Euro). Bei den beiden Projekten handelt es sich um die ambitioniertesten privaten Bauvorhaben seit Errichtung des Rockefeller Centers in den 30er Jahren.

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