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15.06.2015

08:24 Uhr

Südewo-Übernahme

Deutsche Annington geht shoppen

Die Annington schließt einen Milliardendeal nach dem anderen ab: Nach dem Kauf der Gagfah Anfang 2015, gehört jetzt auch Südewo zur Annington-Immobiliengruppe – und Vorstandschef Rolf Buch will weiter kaufen.

Nach dem großen Kauf von Gagfah Anfang des Jahres, hat die Deutsche Annington wieder zugeschlagen. Diesmal geht es um Südewo. dpa

Deutsche Annington

Nach dem großen Kauf von Gagfah Anfang des Jahres, hat die Deutsche Annington wieder zugeschlagen. Diesmal geht es um Südewo.

BerlinDeutschlands größter Wohnungskonzern Deutsche Annington geht erneut auf Einkaufstour und übernimmt die Konkurrentin Süddeutsche Wohnen (Südewo). Verkäufer der Südewo sei Patrizia Immobilien, teilte das im MDax notierte Unternehmen am Sonntagabend mit. Der Vollzug der Akquisition sei für den 7. Juli geplant, stehe jedoch noch unter dem Vorbehalt einer Freigabe durch die Kartellbehörden. Der Kaufpreis betrage rund 1,9 Milliarden Euro. Annington will nach eigenen Angaben mit dem Erwerb der Südewo Gruppe ihre Präsenz im Süden Deutschlands ausbauen.

Südewo hat insgesamt 19.800 Wohnungen. Annington plant zur Finanzierung des Erwerbs der Konkurrentin eine Bezugsrechtskapitalerhöhung mit Bruttoemissionserlösen von bis zu 2,25 Milliarden Euro. Patrizia Immobilien erhöhte unter anderem wegen dieser Transaktion ihre Ergebnisprognosen für 2015 und 2016 um kumuliert mindestens 200 Millionen Euro.

Der Übernahmehunger von Deutschlands größten Wohnungskonzern Deutsche Annington ist mit dem jüngsten Kauf von 20.000 Wohnungen in Baden-Württemberg noch nicht gestillt. „Wir haben uns gegenüber unseren Aktionären verpflichtet, jede Gelegenheit zu prüfen“, sagte Vorstandschef Rolf Buch am Montag in einer Telefonkonferenz. Deutsche Annington habe sich aber kein konkretes Ziel für Übernahmen gesetzt. „Wir können also auch zwei oder drei Jahre warten für den nächsten Zukauf.“ Das Team, das sich zuletzt mit der Integration der Gagfah befasst habe, sei bis ins nächste Jahr hinein ausgebucht. Zuletzt hatte es Gerüchte gegeben, Annington könnte auch die börsennotierten Rivalen LEG Immobilien und Deutsche Wohnen schlucken.

Annington hatte in diesem Jahr bereits die milliardenschwere Übernahme der Rivalin Gagfah unter Dach und Fach gebracht. Entstanden war ein Immobilienunternehmen mit bundesweit mehr als 350.000 Wohnungen und einem Portfoliowert von 21 Milliarden Euro – nach eigenen Angaben das zweitgrößte börsennotierte Immobilienunternehmen in Kontinentaleuropa nach der französischen Unibail-Rodamco. Auf dem Heimatmarkt ist Annington unangefochtener Branchenführer. Auf Platz zwei befindet sich mit deutlichem Abstand die ebenfalls expansionshungrige Deutsche Wohnen.

Von

rtr

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