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05.08.2013

12:25 Uhr

Teurer als New York

Ansturm auf Rangun

Der Westen entdeckt Myanmar: Weil sich immer mehr Firmen in der Metropole Rangun niederlassen, wird der Platz knapp. Büros sind kaum noch zu bekommen. Folge: Die Mieten sind höher als in New York.

Eine Spaziergängerin vor dem Rathaus von Rangun: Die Immobilienpreise schießen in die Höhe. dpa

Eine Spaziergängerin vor dem Rathaus von Rangun: Die Immobilienpreise schießen in die Höhe.

RangunSean Danley hat die vergangenen sechs Monate damit verbraucht, nach geeigneten Büros in Rangun zu suchen. Für seinen US-Arbeitgeber soll er eine Niederlassung in Myanmar aufbauen.

Bei seinen Streifzügen durch die Stadt schaute er sich auch die einzigen drei Bürotürme aus den 1990er-Jahren an. Dort haben sich die Jahresmieten zuletzt auf mehr als 800 Dollar je Quadratmeter verfünffacht, wie es vom Makler CBRE Group. heißt. Zum Vergleich: Im Zentrum von New York liegt der Preis unter 750 Dollar je Quadratmeter.

Andere Objekte, die er in Erwägung zog, verfügten entweder über keinerlei Sicherheitsausgänge, waren schmutzig oder machten es erforderlich, Flächen mit anderen Firmen zu teilen. All das passte nicht zum Image seines Arbeitgebers mit einem Umsatz von 29 Milliarden Dollar pro Jahr. Nur einen möglichen Standort fand er bisher, doch jemand anderes mit einem „Sack voller Geld“ war schneller. Deshalb sucht er weiter.

„Wir können einfach in kein Haus ziehen, vor dem jemand auf dem Bürgersteig die ganze Nacht Nasi-Goreng kocht“, erzählt der Immobilien-Scout weiter.

Entwickler setzen derzeit alles daran, das Problem von Danley und anderen Objekt-Suchenden zu lösen. Hunderte Firmen wollen Niederlassungen in dem asiatischen Land aufbauen, nachdem es sich vor nicht allzu langer Zeit politisch geöffnet hat und Sanktionen gelockert wurden.

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Rangun ist die Wirtschafts-Hauptstadt von Myanmar. Um der starken Nachfrage nach Immobilien gerecht zu werden, sind wohl mindestens 800.000 Quadratmeter an Büroflächen nötig, heißt es in einer Prognose von Yoma Strategic Holdings. Der Makler Colliers International schätzt, dass es derzeit etwa 56.000 Quadratmeter an Büroflächen gibt, und dass das Volumen bis Ende 2015 auf rund 177.000 Quadratmeter steigen wird.

„Weil die Mieten steigen und sich der Engpass in mindestens den nächsten sieben Jahren verschlimmern wird, ist dies ein attraktiver Markt für ausländische Entwickler“, sagt Cyrus Pun, Executive-Director bei Yoma. Sein Unternehmen ist in Singapur gelistet und erwirtschaftet den größten Teil des Umsatzes durch die Entwicklung von Immobilien in Myanmar. Seit April 2012 hat sich der Aktienkurs mehr als verdoppelt.

Kommentare (1)

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demvolkeglueck

05.08.2013, 14:43 Uhr

Das waren noch Zeiten als die Deutsche Dampfschiffahrts-
Gesellschaft Hansa mit Sitz in Bremen u. a. mit der alten vormals britsischen Ms. "Reinfels" noch regelmäßig diese schon damals sehr sehenswerte am Fluss und im Zentrum vom britischen Kolonialstil stark geprägte interessante Stadt mit deutsch-europäischen Industriegütern anlief um dann die landesüblichen Produkte mit zurückzunehmen. Schon damals egal ob die Auswirkungen des jährlich einsetzenden Mosuns stark oder nicht so überschwemmungsstark waren. Da wurden dann eben mehr Leinen und Anker ausgebracht.
Nun nach mehr als 40 Jahren also die Wiederöffnung dieses schönen Landes. Man kann nur hoffen, dass hierbei auch die einfache Bevölkerung vom einsetzenden "Wirtschaftsboom" profitiert. Übrigens, ähnlich konnte man damals von der
DDG Hansa auch aus anderen nah- und mittelöstlichen Regionen berichten, bis etwa 1977, die derzeit in einer Welle von Krieg und Interessenkonflikten blutig untergehen zu scheinen.

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