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30.10.2014

14:08 Uhr

Tool der Woche

Die besten Immobilienlagen Deutschlands

VonJens Hagen

ExklusivDie Preisrally bei Immobilien nähert sich dem Ende. Käufer und Immobilienbesitzer sollten allmählich vorsichtig werden. Ein exklusives Rating zeigt, wo Investitionen sicher sind – und wo Risiken drohen.

Rating für Immobilienlagen: Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kauft lieber in den grün eingefärbten Regionen.

Rating für Immobilienlagen: Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kauft lieber in den grün eingefärbten Regionen.

Beim Blick auf diese Daten dürfte manchem Kaufinteressenten schwindlig werden. In den vergangenen fünf Jahren sind die Angebotspreise für Eigentumswohnungen in den deutschen Großstädten um knapp ein Drittel gestiegen.

Die wahre Immobilienhausse fand in den Metropolen statt. In Berlin und München stiegen die Preise für 80 Quadratmeter und drei Zimmer in diesem Zeitraum um rund 54 Prozent. In Hamburg um 47 Prozent und Düsseldorf um 44 Prozent. Die Verkäufer agieren selbstbewusst. In München verlangen sie auf Deutschlands größtem Immobilienportal im Schnitt mittlerweile fast 4300 Euro für den Quadratmeter. Im Schnitt. Wie hoch die Angebotspreise für Miete und Kauf in den eigenen Vierteln sind, können Interessenten mit dem Immobilien-Wertfinder auf bei Handelsblatt Online individuell ermitteln.

Auch wenn sich beim Verkauf nicht jeder Angebotspreis realisieren lässt, zeigen die Zahlen, wie weit die Immobilienpreise davongelaufen sind. Kaufinteressenten wissen aber: Auch die schönste Rally ist irgendwann vorbei. „Nach unserer Prognose verlangsamt sich der Anstieg der Kaufpreise in den Metropolen“, sagt Jan Hebecker, Leiter Research und Analyse bei Immobilienscout24. „In den Top-Sieben-Metropolen dürften die Preise im nächsten Jahr bestenfalls zwischen vier und sechs Prozent steigen, in strukturschwachen Städten und ländlichen Regionen häufig stagnieren oder sogar sinken.“

Marktkenner raten zu neuer Bescheidenheit. „Den Höhepunkt des Immobilienzyklus haben wir bereits gesehen“, sagt Reiner Braun, Vorstand beim Marktforschungsinstitut Empirica. Die Steigerungsraten bei Mieten und Kaufpreisen nähmen ab, die Neubauquote steige. Der Trend bei den Bauträgern gehe zu kleineren, bezahlbaren Wohnungen.

Immobilienrenditen privater Anleger

Negative Rendite

6,9 Prozent
Erklärung: 6,9 Prozent aller privaten Anleger haben im Jahr 2012 mit Immobilieninvestitionen eine negative Bruttorendite erzielt. Alle hierauf folgenden Werte beziehen sich auf das Jahr 2012. Quelle: DIW, SOEP-Panel.

Keine Rendite

35,8 Prozent

Bis 2,0 Prozent Rendite

14,7 Prozent

2,1 bis 4,0 Prozent Rendite

20 Prozent

4,1 bis 6,0 Prozent Rendite

10,7 Prozent

6,1 bis 8,0 Prozent Rendite

6,2 Prozent

Über 8,0 Prozent Rendite

5,5 Prozent

Das sei ein Anzeichen, das die Belastungsfähigkeit der Käufer in vielen Regionen an ihre Grenzen stoße. „Immobilienkäufer müssen zwar vielerorts mit niedrigeren Renditen als in den vergangenen Jahren rechnen, mit Fokus auf Kapitalerhalt bleibt der Kauf von Immobilien aber interessant“, sagt Braun.

Wenn sich ein Boom abschwächt, stellen sich Immobilienbesitzer wie Kaufinteressenten die Frage nach der Sicherheit ihres Investments. Denn niemand möchte ein Haus oder eine Wohnung kaufen, die in einigen Jahren an Wert verlieren.

Auch wer schon eine Immobilie besitzt fragt sich, wie stabil die Preise für sein Objekt sind. „Grundsätzlich gilt: Je besser die Lagequalität, desto besser die Wertsicherheit für die Käufer“, sagt Hebecker. „Sehr gute und gute Lagen vereinen die größte Nachfrage auf sich und sind daher gut vermietbar oder können wieder veräußert werden“.

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