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27.03.2014

15:44 Uhr

Tool der Woche

Endlich schuldenfrei

VonDirk Wohleb

Die niedrigen Zinsen können viele Immobilienbesitzer zur Entschuldung nutzen. Ein Rechner zeigt, welche Anbieter die günstigsten Baufinanzierungen bieten, wie lange die Rückzahlung dauert und was sie kostet.

Top-Immobilien wie hier in der Kölner Südstadt erfreuen sich großer Beliebtheit. Die derzeit niedrigen Zinsen bieten die Chancen, früher schuldenfrei zu sein. dpa

Top-Immobilien wie hier in der Kölner Südstadt erfreuen sich großer Beliebtheit. Die derzeit niedrigen Zinsen bieten die Chancen, früher schuldenfrei zu sein.

DüsseldorfDer Immobilienboom zieht die Deutschen in seinen Bann. Die Preise für Wohnungen und Eigenheimen klettern in Top-Lagen in deutschen Großstädten weiter in die Höhe. Dabei legen die Deutschen nach wie vor Wert auf eine seriöse Finanzierung.

„Mit einem durchschnittlichen Eigenkapitalanteil von aktuell 22,13 Prozent bringen Erwerber mehr als die empfohlenen 20 Prozent in ihre Baufinanzierung ein“, sagt Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher des Baugeldvermittlers Dr. Klein. Der Anteil des Fremdkapitals, den Immobilienkäufer über Darlehen aufnehmen, liegt bei 77,87 Prozent. Das geht aus dem neuen Trendindikator Baufinanzierung des Vermittlers hervor.

Die durchschnittliche Darlehenshöhe zieht im Februar 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 6000 Euro auf 162.000 Euro an. Dieser Anstieg erklärt sich zum Teil durch das Anziehen der Immobilienpreise.

Diese Städte bieten die höchsten Renditen

Lukrative Geldanlage

Nach einer Analyse der Immobilienberatung Wüest & Partner unter 81 Standorten bieten vor allem kleiner, so genannte B-Städte die höchsten Anfangsrenditen, die das Verhältnis von anfänglichen Mieteinahmen zum investierten Kapital abbilden.

1. Halle an der Saale

Der Vergleich startet mit den renditeträchtigsten Standorten. Es folgen die Daten zu Halle an der Saale.

Anfangsrendite beim Immobilienkauf 2013 (2006): 9,9 % (10,0 %)

Weitere Kennzahlen:

Risiko-Index 2013 (2006): 4,6 (4,5)

Einwohner: 233.705

Medianmieten (Euro/qm/Monat): 5,33 Euro

Arbeitslosenquote (Januar 2013): 12,8 %

Bevölkerungsentwicklung (2006-2011): -0,9 %

Entwicklung der Haushalte (2008-2013): -3,0 %

Haushaltsprognose (2013-2028): -7,6 %

2. Hagen

Anfangsrendite beim Immobilienkauf 2013 (2006): 9,9 % (9,9 %)

Weitere Kennzahlen:

Risiko-Index 2013 (2006): 4,3 (3,7)

Einwohner: 187.447

Medianmieten (Euro/qm/Monat): 4,89 Euro

Arbeitslosenquote (Januar 2013): 10,8 %

Bevölkerungsentwicklung (2006-2011): -4,2 %

Entwicklung der Haushalte (2008-2013): -2,2 %

Haushaltsprognose (2013-2028): -3,6 %

3. Chemnitz

Anfangsrendite beim Immobilienkauf 2013 (2006): 9,9 % (9,9 %)

Weitere Kennzahlen:

Risiko-Index 2013 (2006): 4,5 (4,3)

Einwohner: 243.173

Medianmieten (Euro/qm/Monat): 4,88 Euro

Arbeitslosenquote (Januar 2013): 10,9 %

Bevölkerungsentwicklung (2006-2011): -1,0 %

Entwicklung der Haushalte (2008-2013): -2,8 %

Haushaltsprognose (2013-2028): -9,6 %

4. Recklinghausen

Anfangsrendite beim Immobilienkauf 2013 (2006): 9,8 % (9,5 %)

Weitere Kennzahlen:

Risiko-Index 2013 (2006): 2,9 (3,0)

Einwohner: 117.672

Medianmieten (Euro/qm/Monat): 5,07 Euro

Arbeitslosenquote (Januar 2013): 11,1 %

Bevölkerungsentwicklung (2006-2011): -3,2 %

Entwicklung der Haushalte (2008-2013): -0,9 %

Haushaltsprognose (2013-2028): 3,9 %

5. Hildesheim

Anfangsrendite beim Immobilienkauf 2013 (2006): 9,7 % (10,0 %)

Weitere Kennzahlen:

Risiko-Index 2013 (2006): 3,2 (2,9)

Einwohner: 102.584

Medianmieten (Euro/qm/Monat): 5,28 Euro

Arbeitslosenquote (Januar 2013): 8,2 %

Bevölkerungsentwicklung (2006-2011): -0,6 %

Entwicklung der Haushalte (2008-2013): -2,5 %

Haushaltsprognose (2013-2028): 1,5 %

6. Remscheid

Anfangsrendite beim Immobilienkauf 2013 (2006): 9,1 % (9,5 %)

Weitere Kennzahlen:

Risiko-Index 2013 (2006): 4,0 (3,7)

Einwohner: 109.596

Medianmieten (Euro/qm/Monat): 5,37 Euro

Arbeitslosenquote (Januar 2013): 9,6 %

Bevölkerungsentwicklung (2006-2011): -4,6 %

Entwicklung der Haushalte (2008-2013): -3,1 %

Haushaltsprognose (2013-2028): -2,5 %

7. Mönchengladbach

Anfangsrendite beim Immobilienkauf 2013 (2006): 9,6 % (9,5 %)

Weitere Kennzahlen:

Risiko-Index 2013 (2006): 3,7 (3,4)

Einwohner: 164.244

Medianmieten (Euro/qm/Monat): 5,06 Euro

Arbeitslosenquote (Januar 2013): 13,9 %

Bevölkerungsentwicklung (2006-2011): -3,4 %

Entwicklung der Haushalte (2008-2013): -1,1 %

Haushaltsprognose (2013-2028): -0,3 %

8. Kiel

Anfangsrendite beim Immobilienkauf 2013 (2006): 8,1 % (9,5 %)

Weitere Kennzahlen:

Risiko-Index 2013 (2006): 2,9 (2,8)

Einwohner: 242.041

Medianmieten (Euro/qm/Monat): 6,73 Euro

Arbeitslosenquote (Januar 2013): 10,3 %

Bevölkerungsentwicklung (2006-2011): 2,8 %

Entwicklung der Haushalte (2008-2013): 1,9 %

Haushaltsprognose (2013-2028): 3,7 %

9. Würzburg

Anfangsrendite beim Immobilienkauf 2013 (2006): 8,0 % (8,2 %)

Weitere Kennzahlen:

Risiko-Index 2013 (2006): 3,3 (2,0)

Einwohner: 133.808

Medianmieten (Euro/qm/Monat): 8,18 Euro

Arbeitslosenquote (Januar 2013): 5,0 %

Bevölkerungsentwicklung (2006-2011): -0,8 %

Entwicklung der Haushalte (2008-2013): 3,4 %

Haushaltsprognose (2013-2028): 4,3 %

10. Oldenburg

Anfangsrendite beim Immobilienkauf 2013 (2006): 7,5 % (7,5 %)

Weitere Kennzahlen:

Risiko-Index 2013 (2006): 2,2 (1,9)

Einwohner: 162.481

Medianmieten (Euro/qm/Monat): 7,26 Euro

Arbeitslosenquote (Januar 2013): 8,5 %

Bevölkerungsentwicklung (2006-2011): 2,2 %

Entwicklung der Haushalte (2008-2013): 3,1 %

Haushaltsprognose (2013-2028): 14,3 %

Auf der anderen Seite ist die durchschnittliche Monatsrate für ein Standarddarlehen von 150.000 Euro bei einer Beleihung von 80 Prozent und einem Tilgungssatz von zwei Prozent von 606 Euro auf 593 Euro gefallen. „Das ist die niedrigste monatliche Standardrate für ein Darlehen seit Juli 2013“, betont Gawarecki. Hauptgrund dafür ist wohl der leichte Rückgang der Baufinanzierungskosten.

Nach wie vor nutzen Anleger das niedrige Zinsniveau, um ihre Darlehen schneller abzuzahlen. So ist der durchschnittliche jährliche Tilgungssatz im Februar zwar von 2,4 Prozent im langfristigen Vergleich immer noch auf einem hohen Niveau. Ein Jahr zuvor betrug die durchschnittliche Tilgungsrate 2,2 Prozent. Und das macht Sinn: Denn dank der niedrigen Zinsen bietet sich Immobilienbesitzern die Chance, schneller schuldenfrei zu sein und das Häuschen oder die Wohnung ihr Eigen zu nennen.  

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

28.03.2014, 09:41 Uhr

Für den Fall, dass jemand einen Darlehensvertrag mit niedrigem Zins und hoher Tilgung hat und diesen aufgrund vorübergehendem Liquiditätsengpass nicht mehr bedienen kann, sehe ich folgtende Möglichkeiten:
Ansammlung des nicht mehr tragbaren Tilgungsanteils im Rahmen des - ggfls. erhöhten - Dispokredites, welcher mit den freien Grundschulden abgesichert und damit günstiger werden könnte.

Aufnahme eines in Raten auszuzahlenden Darlehens, welches den nicht mehr tragbaren Teil der Tilgung auffängt. Hier muss der Betrag aber groß genug sein, damit die bank mitspielt.

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