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26.05.2011

08:33 Uhr

Trendviertel 2011

Wo Mieter und Käufer in Stuttgart Spitzenpreise zahlen

VonReiner Reichel

Baden-Württembergs Hauptstadt liegt in einem Talkessel, für Neubauten ist kein Platz. Das treibt die Immobilienpreise am Neckar – und wird sie weiter treiben.

Museum von Mercedes-Benz: Stuttgart boomt, auch wegen der nahen Autoindustrie. Quelle: dpa

Museum von Mercedes-Benz: Stuttgart boomt, auch wegen der nahen Autoindustrie.

StuttgartStuttgart-West oder Stuttgart Frauenkopf? Unterschiedlicher können Stadtteile gar nicht sein als diese, und dennoch liegen beide im Trend, hat der Internet-Immobilienmarktplatz Immobilienscout 24 festgestellt. Frauenkopf ist beliebt bei Menschen, die ruhig im Grünen leben wollen, West bei denen, die es quirlig und vielfältig mögen - und gleich um die Ecke einkaufen wollen.

Wer in Frauenkopf wohnt, muss fünf Kilometer fahren, um einen Bäcker zu finden. In West haben die Einwohner rund um die Rotebühlstraße die Qual der Wahl zwischen dreien. Und während der Frauenkopfler sich den kleinen Imbiss lieber selbst zubereitet, weil sich dafür die Fahrt in die Stadt nicht lohnt, überlegt der Westler, ob ihm heute der Sinn nach Asiatischem aus „Lin's Wok“, einem Döner von „Özogul“ oder einer Pizza bei „La Piccola Napoli“ steht.

Eines aber haben West und Frauenkopf gemeinsam: Eine Neubauwohnung kostet laut Immobilienscout 24 hier wie dort mehr als 4.200 Euro je Quadratmeter. Damit sind diese Stadtteile die teuersten Neubaugebiete der Stadt. Nur Altbauwohnungen sind in West deutlich günstiger als auf dem Frauenkopf, denn in dem Gründerzeitviertel sind sie auch viel älter.

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Die hohen Neubaupreise haben einen einfachen Grund: In West und auf dem Frauenkopf ist kaum noch Platz. „Stuttgart-West ist der am dichtesten besiedelte Stadtteil in Deutschland“, sagt Reinhard Möhrle, Bezirksvorsteher und Mitglied der Grünen. Die Zahlen sprechen für sich: 2775 Menschen leben in Stuttgart-West auf dem Quadratkilometer.

Überhaupt ist Platzmangel ein beherrschendes Thema in der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg: Die Stadt drängt sich in einem Talkessel, es gibt wenig Möglichkeiten, zusätzliche Flächen auszuweisen und mit einem höheren Wohnungsangebot die Preise zu dämpfen. Deshalb ist ein „S“ auf dem Kfz-Nummernschild so teuer wie die „S-Klasse“ von Mercedes.

Kommentare (1)

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WernerBareis

26.05.2011, 20:47 Uhr

Achtung: Makler-Sprüche bitte kritischer hinterfragen:

"Baden-Württembergs Hauptstadt liegt in einem Talkessel, für Neubauten ist kein Platz. Das treibt die Immobilienpreise am Neckar."
Aber an anderer Stelle in diesem Artikel lesen wir:
"Im Schnitt verteuerten sich laut Immobilienpreisindex IMX neue Häuser um 5,6 Prozent in den vergangenen vier Jahren (NICHT pro Jahr also!). Bestandsobjekte stagnieren im städtischen Schnitt und weisen eine leicht negative Wertentwicklung auf."

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