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17.06.2015

08:22 Uhr

Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt

Die heißesten Märkte für Luxusimmobilien

VonClaudia Rometsch

Die Nachfrage nach Domizilen für höchste Ansprüche steigt – 35.000 Euro pro Quadratmeter sind da keine Seltenheit. Ausländische Käufer beleben den Luxusmarkt – besonders in Berlin.

Give me five! Die Immobilienbranche ist in Feierlaune. Getty Images

Give me five! Die Immobilienbranche ist in Feierlaune.

FrankfurtEine ausgeklügelte "Lichtregie" in allen Wohnungen verspricht der Bauherr der geneigten Kundschaft. Noblesse oblige: Wer künftig in einer der 45 Wohnungen im gläsernen Aufbau an der Westseite der Hamburger Elbphilharmonie wohnt, kann sich selbst - und anderen - ein kleines Spektakel bieten. Per raffinierter Beleuchtungsanlage lässt sich auf Knopfdruck jede Stimmung herbeizaubern. Zum Beispiel festliches Abendlicht. Passt prima zur eigentlichen Bestimmung des neuen Hamburger Wahrzeichens - etwa dann, wenn Ausnahmesolisten wie Anne Sophie Mutter oder Lang Lang im Konzertsaal ihre Kunst zum Besten geben.

Klar, dass für all dies, den Concierge in der Eingangshalle und die selbstverständlich edelste Ausstattung in Naturstein und Holz, Spitzenpreise fällig sind: Zwischen 20.000 und 35.000 Euro, urteilen Branchenkenner, wird der Quadratmeter wohl kosten. Findet sich dafür ein Käufer, wird er oder sie belohnt mit dem Rekord, das teuerste Domizil in einer deutschen Metropole zu besitzen. Jedenfalls vorläufig.

Denn längst sind Neubauwohnungen mit Quadratmeterpreisen im fünfstelligen Bereich in deutschen Großstädten keine Ausnahme mehr. In den Metropolen wächst das Angebot an Wohnungen im obersten Preissegment. So entstanden zum Beispiel in Hamburg in den vergangenen Jahren etliche Luxusdomizile wie die Sophienterrassen in Harvestehude, der Marco Polo Tower in der Hafencity oder der Wohnturm "Kristall" im alten Holzhafen.

Für eine Stadt der Größe Hamburgs sei der Zuwachs im Luxussegment beträchtlich gewesen, sagt Björn Dahler, Geschäftsführer der auf hochpreisige Immobilien spezialisierten Maklerfirma Dahler & Company. Es bestehe weiterhin eine Nachfrage auf hohem Niveau. Auch die Wohnungen über der Elbphilharmonie, die 2017 bezugsfertig sein sollen, sind laut Projektentwickler Quantum bereits zur Hälfte vergeben.

Der heißeste Markt für Immobilientrophäen aber sei unangefochten Berlin, urteilt Dahler. In der hippen Hauptstadt eine Zweit-, Dritt- oder Viertwohnung zu besitzen ist bei Hochvermögenden gerade ziemlich beliebt. So ging die Hälfte der 91 bislang im Luxusobjekt "Yoo" am Spreeufer verkauften Wohnungen an Käufer aus dem Ausland. Wer New Yorker, Londoner oder Pariser Preise gewöhnt ist, stört sich nicht an Kaufpreisen von 25.000 Euro pro Quadratmeter, die im "Yoo" fürs Penthouse gezahlt werden. Vier Wohnungen in dem von Stardesigner Philippe Stark entworfenen Gebäude sind übrigens noch zu haben, jedenfalls theoretisch. Das Vier-Zimmer-Penthouse in der achten Etage mit zwei Terrassen und Rundumblick auf Berlin-Mitte ist bereits reserviert.

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